Wirtschaftlichkeit

Für die öffentliche Beschaffung gilt das Gebot des sparsamen und wirtschaftlichen Umgangs mit öffentlichen Geldern. Wirtschaftlichkeit ist das Verhältnis von Leistung und Preis. Es ist das wichtigste Zuschlagskriterium bei der öffentlichen Auftragsvergabe. Den Zuschlag in einem Vergabeverfahren bekommt demnach gemäß Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) das wirtschaftlichste abgegebene Angebot.

Aufstellung zielführender Wertungskriterien

Zunächst ist für ein Vergabeverfahren der Bedarf zu ermitteln, der sich in der Leistungsbeschreibung niederschlägt. Daraufhin können Kriterien ermittelt werden, die die eingehenden Angebote erfüllen sollen. Mithilfe dieser Kriterien werden die Angebote letztendlich gegenübergestellt und bewertet. Wertungskriterien müssen produktneutral formuliert werden und in konkretem Bezug zum Auftrag stehen. Zur Primärrolle des Preises als betriebswirtschaftliches Kriterium kommen Sekundärziele wie soziale oder umweltbezogene Aspekte als volkswirtschaftliche Kriterien.

Solche Wertungskriterien können je nach Fall und einschlägiger Vergabeordnung zum Beispiel lauten:

  • Langlebigkeit
  • Lebenszykluskosten
  • Rentabilität
  • Arbeitssicherheit
  • Benutzerfreundlichkeit
  • Betriebskosten (z.B. Energieverbrauch, Versicherung)
  • technische Wertigkeit
  • Folgekosten (z.B. Ersatzeil- oder Entsorgungskosten)
  • Umwelteigenschaften
  • Lieferzeitpunkt

Transparenz und Gleichbehandlung

Alle Kriterien samt ihrer Gewichtung, die vom Auftraggeber zur Bestimmung des wirtschaftlichsten Angebots herangezogen werden, müssen den potenziellen Bietern zum Zeitpunkt der Vorbereitung ihrer Angebote vorliegen. Dies erfordern die Grundsätze der Transparenz und Gleichbehandlung.

Wirtschaftlichkeitsprüfung

Nach der Vergaberechtsreform 2016 darf der Zuschlag jedoch weiterhin nach dem günstigsten Preis vergeben werden. Eine sogenannte Kostenbetrachtung macht es neben der reinen Preisbewertung möglich, Folgekosten und Betriebskosten mit zu berücksichtigen und in die Bewertung mit einfließen zu lassen. Auch externe Kosten durch Effekte auf die Umwelt können mit berücksichtigt und vom Auftraggeber als Kriterium mit einbezogen werden. Die vom Auftraggeber angewendete Berechnungsmethode muss ebenfalls in der Auftragsbekanntmachung erwähnt werden, um sie dem Bieter vor Abgabe seines Angebots transparent zu machen.

Die Definition für Wirtschaftlichkeit ist im GWB mit Erläuterung festgelegt.

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