Wertungskriterien

In Vergabeverfahren für Aufträge spielen die Wertungskriterien eine zentrale Rolle.

Wertungskriterien Definition

In einem Vergabeverfahren vergleicht der Auftraggeber mittels der Wertungskriterien die Angebote der Bieter und entscheidet auf dieser Basis über den Zuschlag. Synonym spricht man daher auch von Zuschlagskriterien. Dem Bewerber, der das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hat, ist der Zuschlag zu gewähren. Wirtschaftlichkeit macht sich dabei nicht allein am Preis fest, sondern auch an nichtmonetären Faktoren.

Eigenschaften

Erklärung zu Wertungskriterien: Die Wertungskriterien stehen für jeden Einzelfall im Ermessen des Auftraggebers, sie müssen nur deutlich von Eignungsanforderungen abgegrenzt und nachvollziehbar gehalten werden. Sie müssen sich am Auftragsgegenstand festmachen und alle Grundsätze des Gemeinschaftsrechts inklusive der Transparenz, des Wettbewerbs sowie der Diskriminierungs- und Willkürfreiheit erfüllen.

Die Wertungskriterien und ihre Gewichtung müssen vom Auftraggeber in der Bekanntmachung oder in den Vergabeunterlagen angegeben werden. Sie dürfen während des Vergabeverfahrens grundsätzlich nicht geändert werden. Dem Preis-Kriterium muss eine wesentliche Gewichtung zukommen (ca. 30 %).

Monetäre und nichtmonetäre Faktoren

Monetäre Faktoren sind für die Kalkulation bestimmend, wie Preis, Instandhaltungs- und Reparaturkosten, Energieverbrauch und sonstige Folgekosten.

Nichtmonetäre Faktoren sind z. B. Qualität, Konzeptionierung, Zweckmäßigkeit, umweltbezogene, soziale und innovative Eigenschaften, Ästhetik, bereichsspezifische Faktoren wie Benutzerfreundlichkeit und Kundenservice, Organisation, Qualifikation und Erfahrung des ausführenden Personals.

Die Definition mit exemplarischen Auflistungen findet sich in den Vergabe- und Vertragsordnungen (VOL/A, VOB/A), für EU-weite Verfahren im VgV.

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