Teillose

In öffentlichen Vergabeverfahren können umfangreiche Bau- und Dienstleistungsaufträge in kleinere Auftragseinheiten aufgeteilt werden; diese werden Lose genannt. Leistungen sind dabei in sogenannte Teillose (nach Menge) und Fachlose (nach Fachgebiet) aufgeteilt.

Bevorzugung mittelständischer Unternehmen

Erklärung zu Teillose: Kleine und mittelständische Unternehmen, die nicht die Kapazitäten für die Übernahme des Gesamtauftrags haben, erhalten dadurch die Chance, am Wettbewerb um Teile des Auftrags in Form von Losen teilzunehmen. Mit der Teillose-Definition wird eine Vorgabe des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) umgesetzt, mittelständische Unternehmen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge bevorzugt zu berücksichtigen.

Vorgaben

Nur wenn technische oder wirtschaftliche Gründe dies erfordern, dürfen mehrere Teil- oder Fachlose zusammen vergeben werden. Die Aufteilung einer Vergabe in Lose muss im Bekanntmachungstext angegeben werden. Eine Aufteilung in Lose muss zudem in der Leistungsbeschreibung für die Bewerber deutlich erkennbar sein und darf nicht im laufenden Vergabeverfahren geändert werden, z. B. durch Zusammenfassen von Losen. Weitere Erläuterung findet sich im GWB.

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