Angebotsabgabe

Die Angebotsabgabe bezeichnet die Abgabe eines Angebots in öffentlichen Vergabeverfahren durch einen Bieter. Bei der Angebotsabgabe muss der Geheimwettbewerb gewahrt werden. Bieter dürfen keine Kenntnis vom Angebotsinhalt ihrer Konkurrenten haben.

Angebotsabgabe: Definition bei EU-weiten Vergabeverfahren

Angebote oberhalb der EU-Schwellenwerte dürfen seit 19. Oktober 2018 EU-weit nur noch in elektronischer Form eingereicht werden.

Dabei gelten seit Januar 2018 folgende Schwellenwerte:

  • Bauaufträge: über 5.548.000 Euro
  • Liefer- und Dienstleistungsaufträge: über 221.000 Euro

Angebotsabgabe im unterschwelligen Bereich

Bei nationalen Bauvergaben können Auftraggeber auch nach dem neuen Vergaberecht zwischen elektronischen und schriftlichen Angeboten wählen.

Seit 1. Januar 2019 müssen Auftraggeber nach der UVgO (Unterschwellenvergabeordnung) bei der Vergabe öffentlicher Liefer- und Dienstleistungsaufträge elektronisch eingereichte Angebote akzeptieren. Ab 1. Januar 2020 besteht eine Verpflichtung zur elektronischen Angebotsabgabe.

Weitere Erklärung zur Angebotsabgabe

In den folgenden Fällen ist bisher noch keine elektronische Angebotsabgabe verpflichtend:

  • bei Verhandlungsvergaben ohne Teilnehmerwettbewerb,
  • bei beschränkten Ausschreibungen ohne Teilnehmerwettbewerb,
  • bei einem unterhalb von 25.000 Euro liegenden Auftragswert exkl. Umsatzsteuer.

Elektronische Angebotsabgabe über die e-Vergabe-Plattform

Auf der e-Vergabeplattform des Bundes unter www.evergabe-online.de können Angebote vollständig elektronisch abgegeben werden. Dabei entfällt der übliche Postweg. Im Vergleich zur herkömmlichen papiergebundenen Angebotsabgabe kann dabei viel Zeit eingespart werden. Bei elektronischer Angebotsabgabe erhält der Unternehmer eine schriftliche Empfangsbestätigung mit einer zeitgenauen Anzeige, wann das Angebot auf dem e-Vergabe-Server eingegangen ist.

Vorteile elektronischer Angebote für Auftraggeber und Bieter

Elektronisch eingereichte Angebote sind für Auftraggeber und Bieter mit vielen Vorteilen verbunden. Die elektronische Angebotsabgabe führt zu einer effizienteren und kostengünstigeren Gestaltung des Vergabeverfahrens und daraus resultierender Folgearbeiten. Davon profitieren sowohl Vergabestellen als auch Bieter.

  • Vergabestellen müssen die eingereichten Angebote nur noch speichern. Der Arbeitsaufwand für die Ablage und das Scannen von Angeboten in Papierform entfällt.
  • Bieter müssen ihre Unterlagen nur einmalig scannen. Für weitere Angebote fällt kein zusätzlicher Datenerfassungsaufwand an, da die Dokumente bereits digitalisiert vorliegen.
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