VOF

Die VOF (Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen) regelte in Deutschland bis April 2016 die Vergabe freiberuflicher Leistungen durch öffentliche Auftraggeber. Am 18. April 2016 ist die VOF außer Kraft getreten und wurde durch Regelungen in der neuen Vergabeordnung ersetzt.

VOF: Definition

VOF ist im Zusammenhang mit Vergabeverfahren die Abkürzung für Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen. Oberhalb der EU-Schwellenwerte regelte diese Vergabeordnung bis April 2016 in Deutschland die öffentliche Auftragsvergabe für nicht beschreibbare Leistungen von Freiberuflern. Der Definition bzw. Begriffsbestimmung ist hinzuzufügen, dass die Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen mit dem Inkrafttreten der VgV (Vergabeverordnung) im April 2016 nicht mehr gültig ist. Zu den freiberuflichen Leistungen zählen neben den Leistungen von Architekten und Ingenieuren auch Kunst-am-Bau-Leistungen.

Neue Vergabeverordnung ersetzt die VOF

Die Regeln für die Vergabe von Aufträgen für freiberufliche Dienstleistungen wurden seit dem 18. April 2016 in die neue VgV (Vergabeverordnung) aufgenommen. Abschnitt 6 der VgV enthält besondere Vorschriften für die Vergabe von Aufträgen für Leistungen an Architekten und Ingenieure.

In der Regel werden Leistungen von Architekten und Ingenieuren in einem Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb oder in einem Leistungswettbewerb geprüft.

Erklärung zu VOF: Vor 2016 gültige Regelungen für freiberufliche Leistungen

Die VOF regelte bis April 2016 das Vergabeverfahren für Freiberufler oberhalb der EU-Schwellenwerte.

Für freiberufliche Leistungen wurde mit der VOF eine eigene Ordnung erstellt, die Ausschreibungen und Vergaben von Aufträgen öffentlicher Stellen regelte. Die VOF betraf alle nicht beschreibbaren Leistungen von Freiberuflern. Dazu gehören die Leistungen von Architekten, Ingenieuren und Künstlern. Dagegen wurden die beschreibbaren freiberuflichen Leistungen in der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen (VOL) ausgeschrieben.

Besondere EU-weite Verfahren für die Vergabe freiberuflicher Leistungen

Ab einem Auftragsvolumen von ca. 200.000 Euro waren die Regelungen der VOF zu beachten. Diese Aufträge mussten EU-weit ausgeschrieben werden. Geeignete Dienstleister wurden in einem Verhandlungsverfahren oder einem Planungswettbewerb ermittelt. Bei Architekten und Ingenieuren wurde in der Regel ein Planungswettbewerb ausgeschrieben. Nach der Ausschreibung wurde mit dem Wettbewerbsgewinner über die Einzelheiten der jeweiligen Auftragsvergabe verhandelt. Die Zusage für einen Auftrag erhielt nur der Dienstleister, der im Wettbewerb am besten abgeschnitten hatte und gleichzeitig die formalen Vorgaben des Wettbewerbs erfüllte.

Beachtung von Schwellenwerten

Unterhalb der vorgegebenen Schwellenwerte war eine freihändige Erteilung der Aufträge zulässig. Auch in diesem Fall galten strenge Regelungen.

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