Social Media für Unternehmen: Der ultimative Guide

Sie überlegen Social Media für Ihr Unternehmen zu nutzen oder stehen kurz davor, gezielt Social Media einzusetzen? In unserem umfangreichen Guide „Social Media für Unternehmen“ erhalten Sie nützliche Tipps und Tricks rund um den Einsatz von Social Media für Ihr Unternehmen.

Social Media für Unternehmen: Guide zur Nutzung von Xing, Facebook & Co.

Was ist Social Media?

Social Media beschreibt digitale Medien und Methoden, die es Nutzern weltweit ermöglichen, miteinander zu kommunizieren, sich zu vernetzen sowie auszutauschen. Social Media wird von Unternehmen eingesetzt, um unter anderem über sich zu informieren, neue Kunden zu gewinnen, Produkte zu verkaufen oder direkt mit dem Kunden zu kommunizieren. Auch kann Social Media mittlerweile große Beiträge zur Mitarbeitergewinnung leisten.

Über 3,5 Milliarden Menschen weltweit nutzen bereits aktiv Social Media und immer mehr kommen dazu. Für Unternehmen aus ganz Deutschland birgt dies ein gewaltiges Potenzial, um potentielle Kunden zu erreichen und die eigenen Dienstleistungen an neue Interessenten vorzustellen und neue Produkte zu verkaufen. Kleinunternehmen sowie große Konzerne haben zudem die Möglichkeit, aus den Usern potentielle Mitarbeiter zu machen.

Die beliebtesten Social Media Kanäle

Die beliebtesten Social–Media-Kanäle für Unternehmen

Derzeit gibt es eine große Anzahl unterschiedlicher Social-Media-Kanäle, für Unternehmen wirklich relevant sind derzeit aber nur ein paar davon. Snapchat, Instagram, Facebook sind nur ein paar der zahlreichen Portalen, die zum Reputationsaufbau, Onlinemarketing und Steigerung der Reichweite eingesetzt werden können. In diesem Artikel werden wir uns auf die fünf wichtigsten Netzwerke beschränken.

Facebook

Etwa 23 Millionen Menschen in Deutschland nutzen Facebook täglich. Den gewünschten Erfolg bringt diese Plattform allerdings nur, wenn sie regelmäßig bespielt wird (siehe Kapitel 9). Die Arten der Beiträge auf Facebook sind vielfältig. Fotos oder Videos mit Text sind besonders anschaulich für User, die sich auf Facebook über einen Betrieb informieren. Über die eigene Facebookseite lassen sich erstellte Inhalte leicht durch User weiterverbreiten, etwa um diese auf der eigenen Pinnwand zu teilen. So lässt sich die eigene Reichweite des Unternehmens erfolgreich steigern. Gerade bei PR-Kampagnen, wichtigen Pressemitteilungen oder Nachrichten erweist sich die Facebookseite als wichtiges Instrument im Onlinemarketing.

Instagram

Anders als bei Facebook reichen bloße Links und Texte nicht aus, um einen Instagram-Kanal zu bespielen. Instagram lebt von Fotos und Videos. Zu einem Posting gehören immer ein Foto beziehungsweise Video und eine Beschreibung mit Text und im Optimalfall sogenannte „Hashtags“ und Verlinkungen von abgebildeten Produkten oder Personen. Werden Postings mit Hashtags versehen, tauchen sie unter der Auflistung aller Beiträge unter diesem Hashtag auf und können von allen Nutzern gefunden werden, die nach bestimmten Begriffen suchen. Gerade Produktnischen mit einem starken visuellen Einfluss können von solch einer Plattform profitieren. Instagram bietet zudem stets neue Funktionen an, sodass inzwischen Livevideos, kurze Imageclips, Anleitungen sowie Produkte verkauft werden können. Dank dieser Funktionen spricht die Plattform ein breites Spektrum an Internetnutzern an.


YouTube

YouTube lebt von Videomaterial und ist sowohl zeitlich als auch finanziell am aufwendigsten zu unterhalten. Um neben bloßer Werbung einen eigenen Kanal zu unterhalten, müssen ständig Videos produziert werden. Vor allem aber die Vorrecherche, Organisation und die Nachbearbeitung sind extrem zeitintensiv. Das Bespielen eines eigenen Kanals macht also erst Sinn, wenn ein Unternehmen viele Ressourcen (sowohl finanziell als auch personell) dafür aufwenden kann.

Wenn dies allerdings gegeben ist, lassen sich viele spannende Projekte umsetzen. Mit Videos zur Vorstellung von Mitarbeitern oder des Unternehmens und Einblicke hinter die Kulissen gibt man seinem Unternehmen ein authentisches Gesicht. Je nach Produktnische bieten sich Videokurse für Anleitungen an, aber auch informative Inhalte sowie Markenbotschaften lassen sich gut weiterverbreiten.

Pinterest

Über Pinterest suchen Benutzer anhand von Bildern nach Inspirationen, Produkten oder Dienstleistungen. Die Bilder haben dabei eine kleine Beschreibung und lassen sich unterhalb der Benutzer kommentieren und teilen. Hat man ein Pinterest-Profil, lassen sich persönliche Pinnwände zu festgelegten Themen erstellen. Als Unternehmen können Sie so beispielsweise Inspirations- oder Produkt-Pinnwände zusammenstellen. Die Fotos lassen sich außerdem mit einer Verlinkung zur Ursprungs-Webseite versehen. Somit können Sie Benutzer, die sich eines Ihrer Produkte, Dienstleistungen oder Ratgeber auf Pinterest ansehen, auf vorhandene Beiträge auf Ihrer Webseite weiterleiten.

Karrierenetzwerke wie Xing

Die Plattform XING ist ein weniger klassisches soziales Netzwerk, sondern eher ein Karrierenetzwerk. Als Unternehmen bauen Sie mit XING Ihr B2B-Geschäftsnetzwerk aus, bleiben mit Geschäftspartnern in Kontakt und akquirieren neue Mitarbeiter. Gründer und Betriebe verwenden solch eine Platzform zudem, um Mitbewerber zu beobachten sowie B2B-Kontakte zu akquirieren. Private Nutzer erstellen ihr eigenes Bildungs- und Karriereprofil und können auf XING nach neuen Arbeitsplätzen suchen. Die Registrierung und Nutzung ist zunächst kostenlos, um eine Analyse der Profilbesucher einzusehen und die Sichtbarkeit des eigenen Unternehmens zu steigern, fallen allerdings Kosten für XING-Premium an.

Ähnlich wie bei Facebook können Bilder, Videos und Inhalte über XING geteilt werden und helfen dabei, Geschäftspartner zu informieren oder zu erreichen. Das Hauptaugenmerk bei der Nutzung dieser Plattform liegt allerdings auf der Gewinnung und der Kontaktaufnahme zu potenziellen Wunschkandidaten für das eigene Unternehmen. Die Plattform LinkedIn funktioniert nach demselben Prinzip, wird in der DACH-Region allerdings weniger genutzt als XING. Wer seine Markenbotschaft international verbreiten möchte, sollte zusätzlich in das Karrierenetzwerk LinkedIn investieren.

11 Vorteile von Social Media im Unternehmen

11 Vorteile von Social Media im Unternehmen

Je nach Kanal bieten Facebook, YouTube, Instagram, XING oder Pinterest spezifische Vorteile, um die eigene Zielgruppe zu erreichen. Viele potenzielle Kunden, die sich im Internet nach bestimmten Dienstleistungen, Produkten oder sogar Unternehmen informieren, suchen nicht mehr nur über die bekannten Suchmaschinen, sondern häufig direkt über die entsprechenden Social-Media-Kanäle nach den Unternehmen oder bestimmten Produkten. Mit einem eigenen Unternehmensprofil auf der entsprechenden Plattform präsent zu sein, hat damit direkte Umsatzauswirkung. Unternehmen können durch Social Media folgende wichtige Vorteile für sich nutzen:

1. Steigerung der Markenbekanntheit

Durch Postings zu unterschiedlichen relevanten Themen, die zu Ihrem Unternehmen und Ihrer Zielgruppe passen, schaffen Sie eine größere Markenbekanntheit. Hierfür ist ein starkes Marketingkonzept oder eine deutliche Strategie im Onlinemarketing notwendig, um die Botschaften konkret zu formulieren. Eine Zielgruppenfokussierung inklusive Werbeanzeigen kann hier empfehlenswert sein.

2. Ein Gesicht hinter der Marke entstehen lassen

In Social Media steckt das Wort „sozial“, was das Zusammenleben von Menschen in einer Gemeinschaft definiert. Unternehmen haben mit Social Media also die Möglichkeit, der eigenen Marke und dem Unternehmen ein eigenes Gesicht und mehr Authentizität zu verleihen. Lassen Sie Markenbotschafter, den Gründer, den Chefradekteur oder Mitarbeiter zu Wort kommen und zeigen Sie etwas von dem Alltag.

3. Präsenz im Netz

Nutzer suchen nicht nur über Google und Co. nach Produkten, Dienstleistungen oder Unternehmen – immer häufiger wird dazu auch auf den entsprechenden Social-Media-Kanälen gesucht. Schaut sich der Nutzer gezielt nach Ihrem Produkt oder Unternehmen auf einem sozialen Netzwerk um, auf dem Ihr Unternehmen nicht vertreten ist, gehen Ihnen ein Umsatzpotential und potentielle Kunden verloren. Auch bei kleinen Produktnischen erweist sich solch ein Profil als praktisch, auch um sich vom Mitbewerber abzugrenzen!

4. Vertrauensaufbau zum Unternehmen

Mithilfe von Social Media können Sie Benutzern den Alltag in Ihrem Unternehmen zeigen, auf welche Qualitätsansprüche Sie bei Ihrem Produkt oder Dienstleistung achten, wie Ihre Mitarbeiter täglich den Kunden helfen oder direkt über neue Produkte informieren. Dies schafft Nähe und Vertrauen zu Ihren Kunden.

5. Steigerung der Webseiten-Aufrufe

Auf den Social-Media-Plattformen können Unternehmen Ihre eigenen Firmenwebseiten verlinken und damit die Benutzer gezielt auf die eigene Webseite weiterleiten. Dadurch greift Ihr Unternehmen mehr Klicks auf die eigene Firmenseite ab.

6. Mögliche Kooperationen mit Influencern

Social Media bietet ebenfalls die Möglichkeit, ganz neue Werbemaßnahmen durchzuführen. So können zum Beispiel sogenannte Influencer eingesetzt werden. Influencer sind Personen, die eine bestimmte Anzahl an Followern auf den Netzwerken besitzen und in Zusammenarbeit mit Unternehmen wiederum auf deren Produkte, Dienstleistungen oder Unternehmen aufmerksam machen. Mit ihren Empfehlungen und Erzählungen über Erfahrungen mit bestimmten Produkten geben sie ein Meinungsbild an ihre Follower weiter. Diese wiederum werden durch die Meinung beeinflusst und es steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese sich das Produkt auch kaufen. Für Unternehmen ist das eine gute Möglichkeit, Produkte und Dienstleistungen authentisch zu bewerben. Je nach Anzahl der Follower eines solchen Influencer-Profils muss das nicht zwangsweise mit hohen Geldsummen einhergehen.

7. Optimale Krisenkommunikation

Sollte eine Krise oder ein Problem innerhalb des Unternehmens auftreten, so kann man Social Media optimal dazu nutzen, ehrliche, schnelle und transparente Krisenkommunikation zu betreiben und Kunden professionell zu informieren. In schweren Zeiten und bei Missverständnissen nutzen bekannte Unternehmen bereits häufig diesen Vorteil von Social Media.

8. Kundennähe und direkte Interaktion

Social Media stellt einen direkten Kontakt vom Unternehmen zum Kunden her. Diese direkte Kundennähe und Interaktion war vor Social Media nicht möglich. Unternehmen sollten sich daher mit Social Media beschäftigen, um von den Vorteilen der stärkeren Kundenbindung zu profitieren.

9. Kundenbindung

Damit Kunden nicht nur Einmalkäufer bleiben, ist Social Media ein perfektes Tool, um Kunden auch im Nachgang eines Kaufs über Social-Media-Kanäle an sich zu binden, zu informieren und ins Gedächtnis zu rufen.

10. Konkurrenzbeobachtung

Anhand der Beobachtung der Konkurrenzprofile auf Social-Media-Kanälen, kann man durch Analyse der Beiträge sehen, welche Neuigkeiten, Veränderungen oder Strategien die Konkurrenz durchführt. Diese Informationen helfen dabei, auf dem aktuellen Stand der Branche zu bleiben.

11. Mitarbeitergewinnung

Über Social Media kann man nicht nur seine Produkte vermarkten oder über sein Unternehmen informieren. Ein weiterer wichtiger Vorteil ist die mögliche Gewinnung neuer Mitarbeiter. Potenzielle Mitarbeiter können mit gezielten Beiträgen oder Werbung in den Netzwerken direkt über die Vorteile der Arbeit bei Ihrem Unternehmen angesprochen werden. Beispielsweise können Sie potentielle Kandidaten über Werbung erreichen, die Sie lediglich in einer bestimmten Region ausspielen. Schreiben Sie eine Stelle in Augsburg aus, können Sie Stellenausschreibung auch für Kandidaten aus Biberach an der Riß, München, Ingolstadt und Ulm anzeigen lassen.

Makroebene: Faktoren für die richtige Auswahl des Social-Media-Kanals

Welche Plattform eignet sich für welchen Betrieb? Diese Frage der Makroebene ist ausschlaggebend, um die gewählte Zielgruppe korrekt anzusprechen. Außerdem bestimmt diese Frage, welche sozialen Netzwerke von einem Unternehmen in welchem Ausmaß bespielt werden sollten. Hier spielen verrschiedene Bewertungsfaktoren für die Auswahl des Social-Media-Kanals eine tragende Rolle.

Ziele, die durch Social Media erreicht werden sollen

Sobald sich Ihr Unternehmen für die Nutzung von sozialen Medien entschieden hat, sollten Sie sich über Ihre Ziele bewusst sein, die Sie mit der Nutzung verfolgen wollen. Denn jedes Netzwerk hat seine eigenen entscheidenden Vorteile. Ist das Ziel vor allem die Mitarbeitergewinnung, sollten Sie mitunter ein XING-Profil erstellen. Hoffen Sie darauf, möglichst viel Aufmerksamkeit und eine hohe Anzahl an Neukunden und Interessenten zu gewinnen beziehungsweise zu erreichen, sind Instagram und Facebook eine gute Lösung. YouTube ist vor allem dann geeignet, wenn Ihre Ziele imageorientiert sind. Auf Pinterest lassen sich vor allem Ideen und Inspirationen sammeln, was gut in ein Marketingkonzept zur Weiterverbreitung von Produkten und Image-Strategien passt.

Verfügbare Mitarbeiter für die Betreuung der Seiten

Ein Netzwerk wie YouTube lässt sich nur angemessen und regelmäßig bespielen, wenn genug Mitarbeiter diese Aufgabe übernehmen können. Sowohl eine zeitliche als auch materielle Organisation muss gegeben sein, jemand muss sich mit dem Equipment und dem Filmschnitt auskennen und zu guter Letzt lebt ein gutes Video immer von Protagonisten. Auch für Facebook und Instagram sollte immer ein Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Für Pinterest und XING muss nicht zwingend permanent ein Mitarbeiter zur freien Verfügung stehen, wichtig ist hier allerdings die lückenlose Kommunikation im Falle von äußeren Anfragen. Gerade beim Reputationsaufbau oder beim Einsatz von Markenbotschaftern ist es wichtig, dass ausreichend Personal zur Verfügung steht.

Verfügbare Zeit

Je nach Netzwerk sollte ein Unternehmen eine bestimmte Zeit in die Betreuung von Social-Media-Kanälen investieren, damit die Maßnahmen auch eine entsprechende Wirkung zeigen. Je nach Plattform und Beitragsart kann sich diese Zeit deutlich unterscheiden, weshalb es auch keine pauschale Antwort geben lässt, wie viel Zeit für Social Media eingeplant werden muss. Besonders viel Zeit braucht die Plattform YouTube, gerade wenn Videokurse oder Kampagnen veröffentlicht werden. Facebook ist auch für unerfahrene Nutzer geeignet, zudem wird für diese Form des Onlinemarketings zunächst keine ganze Abteilung benötigt.

Verfügbares Budget

Das Anlegen eines Social-Media-Profils kostet vorläufig nichts. Wird allerdings auf sozialen Netzwerken Werbung geschaltet oder werden Zusatzfunktionen für die Personalbeschaffung für den Vertrieb benötigt, fallen hierfür Kosten an. Wichtig zu erwähnen ist hierbei aber, dass Ihr Unternehmen in jedem Fall selbst entscheiden kann, wie viel Geld es für welche Maßnahmen ausgeben möchte.

Zielgruppe der verschiednene Internetznutzer

Bei der Auswahl der richtigen Social-Media-Kanäle für Ihr Unternehmen spielt vor allem die Zielgruppe eine große Rolle. Je nach Altersstruktur und Interessen werden verschiedene soziale Netzwerke von Benutzern bevorzugt. Bei der Wahl der Plattform ist eine Zielgruppenfokussierung somit ein wichtiges Mittel der Strategie, um die richtigen Internutzer zu erreichen.

Die Zielgruppe auf Facebook

Den größten Kreis an aktiven Nutzern hat nach wie vor Facebook. Die Zahl der täglichen Nutzer in Deutschland liegt bei 23 Millionen, monatlich aktiv sind sogar 32 Millionen. Facebook wird von Altersgruppen zwischen 18 und 65 Jahren weltweit genutzt und ist nicht auf bestimmte demografische oder sozioökonomische Merkmale festgelegt. So divers wie die Welt ist, so divers ist auch Facebook. Facebook ist durch die Vielzahl unterschiedlich zu erreichender Zielgruppen daher gut geeignet, um Interessenten für das eigene Unternehmen zu erreichen.

Die Zielgruppe auf YouTube

So vielschichtig die Zielgruppe auf Facebook ist, so divers ist auch die Nutzergruppe auf YouTube. YouTube ist die zweitbeliebteste Social-Media-Plattform der Welt und neben Google die am häufigsten besuchte Webseite. Nutzermäßig liegt dieses Portal allerdings knapp hinter Facebook: 28 Millionen Deutsche nutzen die Plattform täglich.

Mit YouTube lässt sich vor allem ein jüngeres Publikum erreichen. Ganze 82 Prozent der 14- bis 29-Jährigen nutzen die Plattform mindestens einmal die Woche. Besonders auffällig ist die Interaktionsrate mit Inhalten auf der Plattform. So unterhalten sich 41 Prozent der Nutzer mit Gleichgesinnten über Videos, die sie auf YouTube gesehen haben, ganze 40 Prozent teilen häufig Videos, die sie sich angesehen haben.

Die Zielgruppe auf Instagram

Als Unternehmen sollte man sich darüber bewusst sein, dass Instagram eher eine jüngere Zielgruppe erreicht, was das soziale Netzwerk insbesondere für Firmen mit einer jungen Zielgruppe interessant macht. So ist die Plattform vor allem bei den 14- bis 29-jährigen Internetnutzern beliebt. Das Potenzial ist allerdings riesig: Etwa 25 Millionen Deutsche nutzen die Plattform monatlich, 9 Millionen User täglich.

Anders als bei Facebook, reichen bloße Links und Texte nicht aus, um einen Instagram-Kanal zu bespielen. Instagram lebt vor allem von Fotos und Videos. Zu einem Posting gehören immer ein Foto beziehungsweise Video und eine Beschreibung mit Text; im Optimalfall beinhaltet der Beitrag zusätzlich sogenannte „Hashtags“ und Verlinkungen von abgebildeten Produkten oder Personen. Werden Postings mit Hashtags versehen, tauchen sie unter der Auflistung aller öffentlichen Beiträge zu diesem Hashtag auf und können von allen Nutzern gefunden werden, die nach bestimmten Begriffen suchen.

Eine weitere Möglichkeit der Bespielung eines Instagram-Kanals ist die Erstellung von sogenannten Instagram Stories. Diese tauchen auf der Startseite der Follower auf, verbleiben dort für 24 Stunden und sind jeweils maximal 15 Sekunden lang. Anders als hochgeladene Beiträge werden Stories nicht bildlich auf dem Unternehmensprofil angezeigt. Sie eignen sich daher optimal für einen Einblick hinter die Kulissen oder für kleinere Ankündigungen. Auch lustige oder interessante Videos vom Arbeitsalltag hinterlassen einen authentischen Eindruck Ihres Unternehmens.

Die Unternehmensprofile erfordern ebenfalls die Kommunikation über relevante Bilder und Videos, welche das Interesse der Nutzer auf sich ziehen. Um passende Inhalte zu erstellen und zu teilen, ist ein gewisser Aufwand erforderlich. Je nach Strategie ist es erforderlich, selbst Bildmaterial zu erstellen oder über Bildernetzwerke das benötigte Material einzukaufen. Entscheidet man sich für die eigene Erstellung, ist ein Fotograf notwendig; der Gebrauch eines Bildernetzwerkes erfordert lediglich das Kapital, ist aber gerade für Kleinunternehmen eine praktische Wahl. Mithilfe des Werbeanzeigenmanager kann man ebenfalls Werbung über den Kanal schalten, weiterhin ist die Zusammenarbeit mit Influencern eine beliebte Werbeform auf Instagram.

Die Zielgruppe auf Xing

Xing hat in Deutschland rund 16 Millionen Mitglieder. Davon sind etwa 2 Millionen Nutzer wöchentlich aktiv. Ein Drittel aller Xing-Nutzer ist zwischen 26 und 50 Jahren alt. Die angemeldeten Nutzer sind meist auf der Suche nach geschäftlichen Kontakten und Netzwerken oder nach Jobs.

Die richtige Zielgruppe auf Pinterest

In Deutschland nutzen über 10 Millionen Menschen Pinterest und speichern jeden Monat über vier Millionen Inhalte. Auffällig ist dabei die Geschlechterstruktur: Etwa 70 Prozent der Nutzer sind weiblich. Der Großteil der Pinterest-Nutzer ist mit insgesamt 29 Prozent zwischen 18 und 24 Jahren alt. Immerhin 27 Prozent sind älter als 45 Jahre. Als die aktivste Zielgruppe gelten deutsche Mütter – sie machen 30 Prozent der gesamten Nutzerschaft aus.

Wie kommt mein Unternehmensprofil an Follower?

Social-Media-Profile leben davon, aktive und interessierte Menschen zu erreichen. Nutzer, die aus einem bestimmten Interesse einem Profil in den sozialen Medien folgen, nennt man Follower. Ohne Follower bringen einem Unternehmen die tollsten und aufwendigsten Inhalte nichts. Aber wie komme ich mit einem neuen Profil an Follower?

Hashtags

Beachtet man, nicht zu viele und irrelevante Hashtags zu verwenden, sind sie ein gutes Mittel, um Beiträge einem bestimmten Bereich zuzuordnen. Nutzer, die nach einem bestimmten Hashtag, wie zum Beispiel #Eigenheim suchen, gelangen somit auf eine Übersicht mit allen Profilen, die Beiträge zu diesem Thema gepostet haben.

Konkurrenz verfolgen

Um zu sehen, wie sich die Zielgruppe, die Sie erreichen wollen, verhält und was sie konsumiert, empfiehlt es sich, die (erfolgreiche) Konkurrenz im Blick zu haben. Auch können Sie sich hier inspirierende Denkanstöße für eigene Beiträge holen.

Werbung schalten

Ob eine Anzeige mit eigenen Produkten, das Bewerben von einem eigenen Post oder Influencer-Marketing: Mit Werbung erreicht man bei vorangegangener Planung eine breite Zielgruppe.

Verlosungen

Mit Verlosungen lassen sich mit die meisten neuen Benutzer erreichen. Um an einer Verlosung teilzunehmen, müssen die Nutzer den betreffenden Beitrag oft mit „Gefällt mir“ markieren und teilen, sodass den Post wiederum ihre Follower sehen können. Das generiert über einen kurzen Zeitraum sehr viel Reichweite und erreicht garantiert potenzielle neue Follower.

Interaktion mit anderen

Social Media lebt von der Interaktion mit anderen Benutzern. Außerdem macht es Ihr Unternehmen sympathisch und regt dazu an, Ihnen zu folgen, wenn Sie mit Kunden und Nutzerprofilen interagieren.

Netiquette und Umgang mit Kritik

Wenn Sie sich für die Nutzung eines sozialen Netzwerks für Ihr Unternehmen entscheiden, sollte spätestens nach der Erstellung des Profils klar sein, wie Sie mit Nutzern beziehungsweise Ihren Kunden kommunizieren wollen. Möchten Sie Duzen oder Siezen? Wie schnell soll auf Anfragen in Kommentaren oder Direktnachrichten reagiert werden? Wichtig ist, dass die Ansprache und Ausdrucksweise zu dem Bild passt, das ihr Unternehmen nach außen präsentiert.

Der Umgang mit Kritik in den sozialen Medien ist sehr wichtig und entscheidet oftmals sogar über das Image Ihres Unternehmens. Denn falscher Umgang, eine ausfällige Antwort oder auch schlechter Kundenservice können per Bewertung, geteilten Beiträgen oder Screenshots schnell im Netz verbreitet werden (mehr dazu in Kapitel „Risiken von Social-Media-Nutzung“). Grundsätzlich sollten Sie mit Kritik gleichzeitig zwar nachsichtig und sensibel, trotzdem aber seriös und gefasst umgehen. Versuchen Sie, Probleme mit Kunden zu klären, indem Sie den Ursprung ausfindig machen. Vermeiden Sie, sich zu oft zu entschuldigen und bleiben Sie höflich.

Social Media im Unternehmen: 10 Ideen für Social-Media-Posts

10 Ideen für Social-Media-Posts von Unternehmen

Die Mesoebene der Social-Media-Strategie bestimmt, welche Themen gepostet werden und in welcher Frequenz diese erscheinen. Die Arten der Beiträge auf sozialen Netzwerken sind vielfältig. So können schon bloße Links (beispielsweise zur eigenen Website) mit einer kurzen Beschreibung als Idee für ein Posting reichen. Fotos oder Videos mit Text sind besonders anschaulich für Kunden, die sich über ein Unternehmen informieren. Bezüglich der Inhalte der Postings sind Ihnen keine Grenzen gesetzt. So können diese beispielsweise ein Hinweis auf eine aktualisierte Unterseite auf der eigenen Website, ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung, die Teilnahme des Unternehmens an jeglichen Programmen oder Veranstaltungen oder auch der aktuelle Stand eines Projektes sein, an dem Ihr Unternehmen gerade arbeitet.

Sollten Sie allerdings mal Probleme damit haben, Ihre Kanäle mit Inhalten zu füllen, dann helfen Ihnen bestimmt unsere 10 Ideen für Social-Media-Beiträge weiter:

  1. Follower-Feedback nutzen: Ein Follower hatte eine Frage oder hat ein Kommentar geschrieben? Ein Kunde hatte eine spezifische Rückfrage zu einem Produkt? Greifen Sie die Fragen auf und erstellen Sie daraus eine Antwort in Form eines Videos oder Bildes.
  2. Behind the Scenes: Wie wird ihr Produkt gefertigt, wie sieht die Dienstleistung praktisch aus, welche Qualitätsmaßnahmen durchläuft ihr Produkt? Gewähren Sie mithilfe eines Videos oder Bildern Einblicke in die Prozesse und in die Firma.
  3. Gewinnspiele: Verlosen Sie Ihr Produkt, andere Produkte oder zum Beispiel einen Grillabend und erstellen Sie daraus ein Gewinnspiel. Der Beitrag hat dadurch die Möglichkeit, höhere Interaktionsraten zu erhalten.
  4. Feiertage oder Branchenereignisse: Feiertage oder Branchenereignisse können dazu genutzt werden, um kreative Social-Media-Posts zu erstellen. Das können beispielsweise lustig gestellte Fotos der feiernden Mitarbeiter sein.
  5. Live Videos: Schalten Sie ein Live Video, um über aktuelle Geschehen im Unternehmen, Produkt oder Dienstleistung zu berichten. Live Videos werden ebenfalls mit höherer Reichweite belohnt
  6. Aktuelle Nachrichten aufgreifen: Nutzen Sie die aktuellen Nachrichten und bringen Sie diese in Einklang mit Ihrem Produkt oder Dienstleistung. Die Information kann ebenfalls für Ihre Follower interessant sein.
  7. Ratgeberlisten posten: Erstellen Sie Posts mit Listen wie zum Beispiel „Die 3 wichtigsten Zeitmanagement-Tipps“, „Die 5 wichtigsten Organisations-Tools“ oder „Die 5 wichtigsten Kosteneinsparungstipps“.
  8. Infografik teilen: Erstellen Sie Infografiken oder teilen Sie Infografiken zu Themen aus Ihrer Nische.
  9. Mitarbeiter vorstellen: Stellen Sie Ihre Mitarbeiter vor und gewähren Sie Einblicke ins Mitarbeiterleben.
  10. Umfrage: Erstellen Sie eine Umfrage zu Produkten, Dienstleistungen oder ganz anderen Bereichen und Themen, die Ihre Zielgruppe interessant finden könnte.

Postingfrequenz für mehr Reichweite 

Soziale Medien sind ein wichtiges Mittel im Onlinemarketing, um Kunden, Geschäftspartner und andere Internetnutzer zu erreichen. Wie bereits erwähnt, sollten auf der Mesoebene der Marketingstrategie auch die Frequenz und der Zeitraum für die Beiträge stehen. Sie bestimmen, wie erfolgreich ein Beitrag wird – sprich, wie viele Internetnutzer ihn sehen und wie häufig eine Interaktion erfolgt. Zur richtigen Zeit geposteter Content kann leicht seine Likes, Shares und Kommentare verdoppeln und sogar zu mehr Traffic auf der Website führen.

Jede Plattform hat dabei seine eigenen Zeiten, an denen die User besonders aktiv sind. Dementsprechend ist es wichtig, den richtigen Moment für den Post zu wählen. Im Schnitt lässt sich sagen, dass User auf LinkedIn und XING vor allem in den Morgenstunden aktiv sind. Pinterest, Instagram, YouTube und Facebook hingegen sind eher gegen Abend beliebt. Am Wochenende verlieren XING und LinkedIn ihre Anziehungskraft.

Übersicht: Postingfrequenz & Uhrzeiten

Studien und Statistiken zur Häufigkeit sowie zur ideal Uhrzeit zeigen, wann es am sinnigsten ist, seine Beiträge auf der Facebookseite oder im Instagramprofil zu veröffentlichen. Hierbei orientieren sich die Studien jedoch häufig an den Zahlen der B2C-Unternehmen.

Die Zeiten können jedoch je nach Zielgruppe verändern. Gerade im B2B-Bereich sind die Kunden auch vermehrt tagsüber unterwegs, abends hingegen eher weniger. Daher ist es enorm wichtig, auch die eigenen Statistiken auf Instagram, Facebook & Co. zu berücksichtigen! Werfen Sie ruhig einen Blick auf die Social-Media-Insights Ihrer Profile, alle Netzwerke stellen diese unter „Statistiken“, „Analytics“ oder „Insights“ frei zur Verfügung. Anhand dieser Daten wählen Sie selbst den passenden Zeitpunkt aus!

Soziale Netzwerke

Uhrzeit

Häufigkeit

Facebook

12 Uhr sowie 19 Uhr

1 x täglich

Instagram

11-13 Uhr sowie 19-21 Uhr

1 x pro Werktag

YouTube

12-15 Uhr

2 x pro Tag

Pinterest

20-23 Uhr

1-2 x pro Tag

XING

7-10 sowie 17-18 Uhr

1x pro Woche

Hilfreiche Werkzeuge zur Erstellung von Beiträgen

Zwar bieten alle Plattformen so etwas wie eine Beitragsplanung an, bespielt man aber mehr als einen oder zwei Kanäle gleichzeitig, kostet das viele Ressourcen und man verliert leicht den Überblick. Dagegen helfen bestimmte Tools wie zum Beispiel Hootsuite. Das Programm hilft dabei, die eigenen Social-Media-Kanäle im Überblick zu behalten und Beiträge für alle möglichen Kanäle im Voraus zu planen und zu beobachten. Derartige Verwaltungs-Tools sind kostenpflichtig, bieten in den meisten Fällen allerdings Probezeiträume an. ​​​​​​​

Der Algorithmus von Social Media

Anders als früher, werden die geposteten Inhalte auf sozialen Netzwerken dem Nutzer längst nicht mehr in chronologischer Reihenfolge angezeigt – das gilt vor allem für Facebook und Instagram. Viel mehr basiert die Relevanz von Beiträgen auf der Interaktionsrate. Wird ein Beitrag oft geklickt, kommentiert oder sogar geteilt, landet er umso weiter oben im Newsfeed von Nutzern. Der Algorithmus sammelt auch Daten darüber, wie gern ein Nutzer mit einem bestimmten Profil interagiert. So werden Beiträge dem Nutzer also eher weit oben angezeigt, wenn er mit dem betreffenden Profil viel und gerne interagiert und wenn der betreffende Beitrag anderweitig schon viele Interaktionen erhalten hat. Für Ihr Unternehmensprofil bedeutet das, dass Sie möglichst „interaktionsfreudige“ Beiträge posten sollten, um im Newsfeed nicht unterzugehen.

Werbung auf Social-Media-Kanälen

Neben dem Betreiben von eigenen Social-Media-Kanälen ist es als Unternehmen auch möglich, Werbung auf diesen Kanälen zu schalten. Werbung zu schalten, bietet sich je nach Zweck und Zielgruppe auf jedem der vorgestellten Kanäle an. Hat man die Ressourcen, so bieten sich ebenfalls kanalübergreifende Werbekampagnen (Cross Channel-Kampagnen) an, um die Werbebotschaft zu maximieren und Synergieeffekte zu nutzen.

Bei Werbung auf Social-Media-Kanälen lassen sich sowohl eigene Inhalte auf den jeweiligen Kanälen als auch externe Links und Produkte bewerben. Ein Unternehmen, das kein eigenes Unternehmensprofil auf den jeweiligen Kanälen hat, kann also trotzdem Werbung für die eigenen Produkte und Dienstleistungen dort schalten.

Der Vorteil von Werbung auf sozialen Netzwerken ist, dass sich die Zielgruppe zielgerichtet festlegen lässt. So kann man in der Zielgruppenauswahl unter anderem auswählen, welches Alter, Wohnort, Hobbies oder welche Seite die Zielgruppe mit „Gefällt mir“ markiert haben soll. Auf Basis dieser Auswahl wird dann genau dieser Zielgruppe die Werbung ausgespielt. So kann ein Unternehmen aus Neuss beispielsweise eine Stellenausschreibung schalten, die lediglich in umliegenden Städten Düsseldorf, Mönchengladbach und Grevenbroich ausgespielt wird.

Häufig sind die Anpassungsmöglichkeiten in den unterschiedlichen Werbeanzeigenmanagern sehr identisch. So kann man die Werbeanzeigen von Instagram über den gleichen Werbeanzeigenmanager wie von Facebook schalten. Um Werbung über YouTube zu schalten, sollte man vorher ein Werbevideo produzieren, welches dann als Anzeige geschaltet wird. YouTube Werbung wird über den Werbeanzeigenmanager von Google Ads geschaltet. Eine Möglichkeit, ohne aufwendiges Video Werbung auf YouTube zu schalten, sind außerdem die klassischen Werbebanner, die entweder ganz oben oder seitlich neben den Inhalten aufzufinden sind.

Wie viel kostet Social-Media-Werbung?

Für jede Werbeanzeige auf dem entsprechenden Social Media Profil, kann man einzeln das Budget festlegen, welches pro Tag für eine Anzeige ausgegeben werden soll. Je nach Social-Media-Kanal und Budgetvorgabe, Größe der Zielgruppe und Wettbewerb entstehen dabei spezifische Kosten pro Werbeanzeige. Es gibt zwei Modelle. Das CPV- (Cost per View) und das CPC-Modell (Cost per Click). CPV bedeutet, dass pro Impression einer Werbeanzeige gezahlt werden muss. CPC hingegen steht dafür, dass erst pro Klick auf eine Werbeanzeige bezahlt wird.

Generell lohnt es sich, Social Media Werbung auszuprobieren. Es macht sich bereits bei kleinen Geldbeträgen bezahlt, das Risiko von zu hohen Kosten ist somit äußerst gering. Ebenfalls sichern einstellbare Budget-Obergrenzen die Möglichkeit, ein vorher genau definiertes Budget zu verbrauchen.

Risiken von Social-Media-Nutzung

Neben vielen Vorteilen birgt das Bespielen eines Social-Media-Kanals für Unternehmen aber auch viele Risiken. So trägt jeder Nutzer eines sozialen Netzwerks eine gewisse Verantwortung für das, was er veröffentlicht. Besonders riskant sind für Unternehmen daher Dinge wie politische Stellungnahmen, kritische Bewertungen und ein negativ auffallender Kundenservice. Schaukelt sich die öffentliche Meinung zu einem Unternehmen hoch, kommt es schnell zum berühmt berüchtigten Shitstorm, aus dem ein Unternehmen oftmals nur schwer wieder herauskommt. Politisch und gesellschaftlich kritische Themen sollten daher vermieden werden.

Das Unternehmen eines Social-Media-Kanals ist außerdem nicht nur für seine eigenen Inhalte, sondern auch diejenigen verantwortlich, die unter seinem Account verbreitet werden. Nicht nur die eigenen Inhalte könnten (beispielsweise mit Fotos) Persönlichkeits- und Urheberrechter anderer verletzen. Auch, wenn Nutzer unter dem eigenen Unternehmensprofil zum Beispiel in Kommentare gegen diese Rechte verstoßen, kann das Unternehmen dafür verantwortlich gemacht werden.

Weitere Risiken bergen rechtliche Grundlagen. So unterliegen Unternehmen wegen ihres geschäftsmäßigen Angebots auch auf Social Media der Impressumspflicht. Um hier auf Nummer sicher zu gehen, sollte das Impressum leicht sichtbar in der Profilbeschreibung verlinkt werden.

Außerdem kann einem Unternehmen rechtlich vorgeworfen werden, wettbewerbswidrig gehandelt zu haben. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Unternehmen sich Bewertungen und Follower über andere Plattformen erkaufen, sie unzulässige Werbenachrichten verschicken oder wenn sie versuchen, Mitarbeiter anderer Unternehmen abzuwerben. In rechtlichen Belangen sollten Sie sich immer an Ihren Anwalt wenden.

Diese Unternehmen machen es richtig in Sachen Social Media!

Social Media Kanäle der Knauf Gips KG

Knauf Gips KG: erfolgreiches Unternehmen in den sozialen Medien

Die Firma Knauf aus Iphofen in Bayern setzt auf die zwei Netzwerke Facebook und YouTube, um ihre Kunden und interessierte Nutzer zu erreichen. Alle paar Tage lädt Knauf auf Facebook einen neuen Beitrag hoch.

Besonders gut gelingt es Knauf, auf Facebook relevante Beiträge für Ihre Zielgruppe zu posten. Das Unternehmen bietet auf dem Social-Media-Profil beispielsweise kostenfreie Online-Seminare an, bei denen Interessenten lernen, wie man zum Beispiel Trockenbauplatten anbringt oder Brandschutzlösungen im Trockenbau einsetzt. Außerdem verweist Knauf in den Beiträgen auf eigene Webseiten, wie zum Beispiel Ratgeberseiten oder Gewinnspiele.

In Kombination mit YouTube werden regelmäßig passende Videos zu verschiedenen Produkten oder Materialien veröffentlicht. Auch Videoanleitungen sind ein beliebtes Videoformat unter den knapp 4.600 Abonnenten.

Dieses Zusammenspiel aus beiden Social-Media-Kanälen, die ebenfalls über die Webseite aufrufbar sind, hat Knauf auf Facebook über 6.100 Follower eingebracht.

Social Media Kanäle der Goldbeck GmbH

GOLDBECK präsentiert sich erfolgreich auf Social Media

Am Beispiel der GOLDBECK GmbH aus Bielefeld sieht man, wie kreativ und vielseitig ein Unternehmen Facebook und andere Social-Media-Kanäle für sich nutzen kann. GOLDBECK postet sowohl über ihre aktuellen Baustellen und Projekte, als auch über neue Standorte und, wie auf Screenshot zu sehen, einen Malwettbewerb für Kinder. Solche authentischen Inhalte wecken bei potenziellen Kunden Vertrauen, ein praktischer Nebeneffekt, wenn Unternehmen sich in sozialen Netzwerken präsentieren.

Da qualifizierte Mitarbeiter händeringend gesucht werden und häufig Ausbildungsstellen unbesetzt bleiben, nutzt Goldbeck insbesondere den Instagram Kanal, um kreativ, locker aber zielgerichtet neue potenzielle Mitarbeiter zu gewinnen. Hier hat Goldbeck den Mehrwert von Instagram erkannt und mit über 3.400 Abonnenten bewiesenermaßen einiges richtig gemacht.

Fazit: Social Media lohnt sich für Unternehmen!

Abschließend kann man sagen, dass Social Media das Marketing in den letzten Jahren enorm verändert hat und auch in Zukunft für Unternehmen einen immer flexibleren Umgang mit neu aufkommenden Technologien und Kanälen voraussetzen wird. Werden die Kanäle nicht bedient, verschließen sich Unternehmen vor der Möglichkeit, auf Ihr Unternehmen und Produkte aufmerksam zu machen, oder sogar direkt an den Endkunden über soziale Netzwerke Produkte zu verkaufen.

Um die richtigen Social-Media-Kanäle auszuwählen, müssen Unternehmen herausfinden, auf welchen Social-Media-Kanälen sich Ihre Zielgruppe befindet. Um mit der Zielgruppe in Kontakt zu treten und mehr Interessenten zu erreichen, müssen relevante Beiträge veröffentlicht und Interaktionen über die Social-Media-Kanäle ausgelöst werden.

Wenden Sie sich bei Fragen oder Anmerkungen zu unserem Social Media Guide gerne an die Redaktion.

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Jacqueline Segeth - Redakteurin bei der ibau GmbH
Jacqueline Segeth

Jacqueline Segeth war von Februar 2019 bis April 2021 bei der ibau GmbH in Münster tätig. Als Redakteurin recherchierte und verfasste sie Ratgeber- und Glossarartikel für unsere Onlinemagazine. Ihre vielseitige und strukturierte Schreibweise erlaubt es ihr, Inhalte verschiedener Themenbereiche strukturiert und verständlich aufzubereiten.