Verfahrensarten

Im Vergaberecht kommen verschiedene Verfahrensarten zur Anwendung. Erklärung zu Verfahrensarten: Sie unterscheiden sich durch eine ein- oder zweistufige Struktur und durch das Vorgehen zur Bestimmung des Bewerberkreises. Welches Verfahren zum Einsatz kommt, ist auch vom Auftragswert abhängig, je nachdem, ob er über oder unter dem europäischen Schwellenwert liegt. Daraus ergibt sich folgende Verfahrensarten-Definition:

Nationale Verfahren - Verfahren im Unterschwellenbereich

Es ist eine nationale öffentliche Ausschreibung nötig. In einem offenen Verfahren fragt der staatliche Auftraggeber öffentlich Angebote von Unternehmen an. Es ist eine sogenannte freihändige Vergabe möglich, dabei sind nach Gebotsabgabe Verhandlungen mit den Unternehmen über die Auftragsbedingungen zulässig.

EU-weite Verfahren - Verfahren im Oberschwellenbereich

Es ist eine europaweite öffentliche Ausschreibung nötig. EU-weite Verfahren können offen oder nichtoffen sein. Im nichtoffenen Fall wählt der Auftraggeber nach öffentlicher Aufforderung zur Teilnahme eine Anzahl von Unternehmen nach transparenten, objektiven und nicht diskriminierenden Kriterien aus (Bezeichnung: Teilnahmewettbewerb). Wettbewerblicher Dialog räumt dem staatlichen Auftraggeber Spielraum bei den Verhandlungen mit den Bewerbern ein. Bei einer sogenannten Innovationspartnerschaft verhandelt der staatliche Auftraggeber nach dem Teilnahmewettbewerb mit den ausgewählten Unternehmen über Erst- und Folgeangebote.

0251 7805-263
Einfach & schnell zu neuen Aufträgen
Kontakt aufnehmen