Mantelbogenverfahren

Das Mantelbogenverfahren beschreibt die Abgabe eines Angebots auf elektronischem Weg. Wobei im Vergleich zum typischen elektronischen Angebot keine fortgeschrittene oder qualifizierte elektronische Signatur erfolgt. Stattdessen erzeugt das jeweilige System einen entsprechenden Mantelbogen zur Angebotsabgabe. Nach der Definition muss der erzeugte Mantelbogen ausgedruckt und unterschrieben werden. Anschließend ist eine postalische Versendung an die Vergabestelle erforderlich. Laut Erklärung zum Mantelbogenverfahren soll die elektronische Signatur auf diesem Wege entbehrlich gemacht werden. Im Allgemeinen steht das Verfahren zwischen der elektronischen und der rein postalischen Angebotsabgabe.

Mantelbogenverfahren Definition und Zulässigkeit

Die Vergabe- und Vertragsordnung beschreibt in unterschiedlichen Paragrafen und Abschnitten die Zulässigkeit von elektronischen Angeboten in Form des Mantelbogenverfahrens. Gemäß Definition erfüllt das gebündelte Verfahren die technischen Voraussetzungen eines elektronischen Verfahrens nicht. Zudem entspricht es nicht den erforderlichen Voraussetzungen des geltenden Signaturgesetzes.

EU-weite Vergabe als schriftliches Angebot zulässig

Andererseits wird ein unterzeichnetes Dokument postalisch bei der Vergabestelle eingereicht. In diesem Kontext, entsprechend der Begriffsbestimmung zum Mantelbogenverfahren, muss erwogen werden, dass es sich um ein schriftliches Angebot mit weiterreichenden elektronischen Bestandteilen handelt. In dieser Hinsicht ist das Mantelbogenverfahren sogar für die EU-weite Vergabe zulässig. In diesem Zusammenhang kommt die Kombination unterschiedlicher Kommunikationsmittel laut § 13 EG Abs. 1 VOL/A in Betracht.

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