Skonto
Ein Skonto ist ein Preisnachlass, der bei Zahlung innerhalb eines bestimmten Zeitraums gewährt wird. Wie hoch dieser ausfällt und an welche Bedingungen er geknüpft ist, wird in den Zahlungsbedingungen vereinbart.
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Definition Skonto
Der oder das Skonto ist ein Preisnachlass auf den Kaufpreis, der innerhalb einer bestimmten Zahlungsfrist eingeräumt wird. Ein Unternehmen oder ein:e Lieferant:in gewährt demnach seinem Kunden oder seiner Kundin, einen bestimmten Prozentsatz vom Rechnungsbetrag abzuziehen, wenn die Rechnung innerhalb eines bestimmten Zeitraums bezahlt wird. Hierbei handelt es sich um die Weitergabe eines Zinsvorteils von Lieferant:innen an den Kunden oder die Kundin, weshalb Skonti auch als Lieferantenkredite bezeichnet werden.
Die Wertbarkeit von Skonti im Rahmen der Angebotswertung bei Vergabeverfahren hängt davon ab, ob die Skontobedingungen transparent und für alle Bieter:innen gleich sind, für alle anfallenden Entgelte gewährt werden und inhaltlich angemessen sind.
Unterschied: Skonto und Rabatt
In der Regel handelt es sich bei einem Rabatt um einen mengenbedingten Preisnachlass. Ein Skonto hingegen ist ein zeitbedingter Nachlass. Während ersteres also die Kund:innen dazu motivieren soll, mehr zu kaufen, motiviert zweiteres dazu, schnell zu bezahlen.
Arten von Skonti
Wenn ein Unternehmen einem Kunden oder einer Kundin Skonto gewährt, spricht man von Kundenskonto. Der gewährte Satz stellt einen Kostenbestandteil für den Betrieb dar, zum Beispiel im Rahmen der Handelskalkulation. Für das Unternehmen reduziert das die Umsatzerlöse. Von einem Lieferantenskonto oder Lieferskonto spricht man, wenn ein:e Lieferant:in einem Unternehmen Skonto einräumt. In diesem Fall sagt man auch, der Betrieb “zieht” Skonto. Der gewährte Satz reduziert die Anschaffungskosten des Unternehmens.
Höhe des Skonto-Satzes
Seit 2002 gibt es auf Drängen der EU keinen maximalen Skonto-Satz mehr. Unternehmen dürfen also frei über die Bemessungsgrundlage für Skonti und ihre Zahlungsbedingungen entscheiden. In der Praxis liegt der herangezogene Skontosatz üblicherweise zwischen zwei und fünf Prozent.
Skonto-Staffelung
Es ist auch möglich, den Skontosatz zu staffeln. Konkret bedeutet das: Je schneller der oder die Rechnungsempfänger:in den zu zahlenden Betrag begleicht, desto höher fällt der Skontosatz aus, von dem er oder sie profitiert.
Den Skontosatz berechnen
Um den Skontosatz zu berechnen, benötigt man lediglich Kenntnisse über Prozentrechnung. Die Formel lautet:
Rechnungsbetrag (in Euro) * Skontosatz (in Prozent) = Skontobetrag (in Euro)
Muss ich Skonti vom Brutto oder Netto abziehen?
Üblicherweise verwendet man den Brutto-Umsatz inklusive der Umsatzsteuer.
Umgang mit Skonto-Angeboten im Vergabeverfahren
Bei der Angebotswertung müssen auch Skontoabzüge berücksichtigt werden, da ein Zuschlag unter Berücksichtigung aller Gesichtspunkte an das wirtschaftlichste Angebot erteilt werden soll und dazu auch Skontoabzüge zählen. Dabei gilt allerdings eine erhebliche Einschränkung: Die ausschreibende Stelle muss die Voraussetzungen erfüllen können. Die Prüfung, ob diese Bedingungen erfüllbar sind, obliegt allein der ausschreibenden Stelle.

