Direkte Beschaffung

Direkte Beschaffung bedeutet, dass ein Produkt direkt beim Hersteller eingekauft wird. Als Synonym wird häufig direct procurement gebraucht.

Definition: Was ist eine direkte Beschaffung?

Veröffentlich ein Auftraggeber eine Bekanntmachung zur Warenbeschaffung, stehen zwei beschaffungspolitische Instrumente zur Verfügung: die direkte Beschaffung sowie die indirekte Beschaffung, beide zählen zu den Beschaffungswegen. Bei der direkten Beschaffung wird das Produkt ohne Umwege bei dem Hersteller eingekauft, somit auf dem direkten Weg. Anders bei der indirekten Beschaffung, bei der die Lieferleistung über einen Händler eingekauft wird.

Beispiel einer direkten Beschaffung

Angenommen, die öffentliche Hand möchte die Schule mit neuen Computern ausstatten. Bei einer direkten Beschaffung wählt sie das Angebot des Herstellern, der die Computer herstellt.

Vor- und Nachteile der direkten Beschaffung

Ein Vorteil der direkten Beschaffung ist, dass sich größere Warenmengen leicht beim Hersteller erwerben lassen. Kleinere Mengen hingegen sind oft nicht verfügbar oder lediglich mit einer zusätzlichen Gebühr erhältlich. Bei der direkten Beschaffung ist kein Zwischenhändler mit eigenen Profitabsichten zwischengeschaltet, sodass die Kosten für den Warenerwerb in der Regel günstiger ausfallen. Zudem trifft man beim Hersteller für gewöhnlich auf ein größeres Know-how bezüglich des Artikels, sodass auch spezifische Produktfragen beantwortet werden.

Nachteilig kann sich eine Produktion im Ausland auswirken, da sich die Transportwege verlängern und eventuelle Transportkosten hinzukommen. Außerdem erschwert eine Produktion im Ausland den Kontakt zum Hersteller.