Vergabebekanntmachung

Staatliche Auftraggeber sind zur öffentlichen Bekanntmachung der Absicht, einen öffentlichen Auftrag zu vergeben, verpflichtet. Die Vergabebekanntmachung Definition legt der Transparenzgrundsatz fest. Nur bei einer öffentlichen Ausschreibung erlangen alle interessierten Bewerber Kenntnis des Auftrags.

Anforderungen

An die Vergabebekanntmachung sind hohe Anforderungen gebunden. Sie stellt für die Bewerber die einzige Informationsgrundlage über das Vergabeverfahren dar, auf Basis dieser müssen sie über Teilnahme oder Nichtteilnahme entscheiden. Der Auftraggeber muss die Bekanntmachung daher aus Sicht eines möglichen Interessenten verfassen und dabei alle Informationen einbeziehen, die für die Entscheidung eines Bewerbers über eine Teilnahme erforderlich sind.

Vergabeverfahren

Erklärung zu Vergabebekanntmachung: Bei der Bekanntmachung wird zwischen zwei Vergabeverfahren unterschieden:

  • Vergabeverfahren im Oberschwellenbereich sind europaweit bekanntzumachen und auszuschreiben. Der Unterschwellenbereich umfasst die nationale Auftragsvergabe, hierfür muss auch die Bekanntmachung lediglich national erfolgen.
  • Die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) und die allgemeine Vergabeverordnung (VgV) führen eine Liste der Angaben auf, die je nach Auftragsgegenstand in die Bekanntmachung einfließen müssen.

Bekanntmachungsorgane

Im Falle europaweiter Ausschreibungen muss die Bekanntmachung in der Beilage zum Amtsblatt der Europäischen Union erfolgen, welches nur elektronisch herausgegeben wird. Auf der Website ted.europa.eu können Interessenten alle aktuellen Bekanntmachungen einsehen. Für nationale Ausschreibungen erfolgt die Bekanntmachung in amtlichen Veröffentlichungsblättern, Tageszeitungen oder auf Internetportalen.

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