Förderung von Recycling-Beton soll weiter ausgebaut werden

Wenn im Mittelalter Burgen erobert und ihre Mauern zerstört wurden, erfolgte der Wiederaufbau meist mit übrig gebliebenen Baumaterialien. Auch nach dem zweiten

Förderung von Recycling-Beton © Sebastiano Fancellu / stock.adobe.com

Wenn im Mittelalter Burgen erobert und ihre Mauern zerstört wurden, erfolgte der Wiederaufbau meist mit übrig gebliebenen Baumaterialien. Auch nach dem zweiten Weltkrieg wurden Trümmer aus den Kriegsruinen wiederverwendet und neu verarbeitet. Das Recycling von Baustoffen stellt also keine neue Erfindung dar, war aber in den vergangenen Jahrzehnten eher in Vergessenheit geraten. Aktuell erfährt das Thema Recycling in der Bauwirtschaft allerdings eine kleine Renaissance. So arbeitet die TU Kaiserslautern aktuell an einem Projekt, bei dem mineralische Bauabfälle für die Produktion von Betonfertigteilen verwendet werden sollen.

Zurzeit werden rund 50 Prozent der primären Rohstoffe im Bauwesen verarbeitet. Gleichzeitig fallen in diesem Bereich aber auch circa ein Drittel aller Abfälle an, welche zurzeit hauptsächlich als Füllmaterial im Tiefbau genutzt werden – das sogenannte Downcycling. Da also nur ein sehr geringer Teil der Bauabfälle zur Herstellung von Recycling-Beton genutzt wird, ist das Ziel des Projekts „Secondary Raw Materials for Concrete Precast Products" (SeRaMCo), die Verwendung und Herstellung von Recycling-Beton noch weiter zu erhöhen.

Insgesamt besteht das internationale Projektteam aus elf Partnern in fünf verschiedenen Ländern. Einer der Förderer des Projekts ist das transnationale Förderprogramm Interreg Nord-West Europa. Kaiserslautern bietet dabei einen guten Ausgangspunkt für das ambitionierte Projekt und Rheinland-Pfalz ist Teil der Region Nordwest-Europa. Sie hat den Ruf, eine der wohlhabendsten und dynamischsten Regionen in Europa zu sein. Die Koordination des Projekts an der TU Kaiserslautern hat Professor Jürgen Schnell, Fachbereichsleiter des Bauingenieurswesen sowie Leiter der Arbeitsgruppe Massivbau, übernommen.

Dem Projekt steht insgesamt eine Summe von 7,2 Millionen Euro zur Verfügung. 4,3 Millionen stammen dabei von der EU, die restlichen 2,9 Millionen Euro wurden von den Projektpartnern zur Verfügung gestellt. Der TU Kaiserslautern wurden davon bereits Fördergelder in Höhe von 1,1 Millionen Euro zugesagt. Projektgrundlage ist an der TU Kaiserslautern das Verbundforschungsvorhaben „Ressourcen schonender Beton“, welches Beton als einen Werkstoff kommender Generationen sieht.

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Jan Hell

Jan Hell ist seit 2016 Content-Manager bei der ibau GmbH in Münster. Als Chefredakteur unserer Online- und Printmagazine verantwortet er die Bereitstellung aktueller Informationen. Seine Schwerpunkte liegen in der Recherche und Aufbereitung rechtlicher sowie wirtschaftlicher Themen. Mit seiner strukturierten Schreibweise stellt er zudem komplexe Sachverhalte und Thematiken aus dem Ausschreibungs- und Vergabebereich nachvollziehbar und komprimiert dar.