Wie sich KMU vor Cyberkriminalität schützen können

Angriffe im Internet werden auch heute noch unterschätzt, doch sie führen zu großen wirtschaftlichen Schäden. Prävention und Versicherungen helfen diese zu verhindern.

Wie sich KMU vor Cyberkriminalität schützen können © Alex from the Rock

Durch die Pandemie hat die Digitalisierung einen Schub erlebt. Das bringt viele Vorteile, denn Unternehmen können so effizienter arbeiten. Allerdings vergrößert sich auch die Angriffsfläche um Viren, Schadsoftware und Trojaner einzuschleusen. Die Schäden durch Cyber-Kriminalität nehmen weltweit zu. Laut dem deutschen Verfassungsschutz belaufen sich die volkswirtschaftlichen Schäden und Kosten auf über 50 Milliarden Euro jährlich. Allein in Deutschland verzeichnete die Polizeiliche Kriminalstatistik im Jahr 2020 130.611 Cyber-Straftaten, 6,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Cybercrime ist eine digitale Gefahr, allerdings richtet sie reale wirtschaftliche Schäden an, die existenzgefährdend sein können.

Schutz vor Cybercrime

Im Fokus der Hacker stehen oft klein und mittlere Unternehmen, deren Existenz durch Phishing oder Ransomware bedroht werden. Firewalls oder Virenschutzprogramme bieten keinen hundertprozentigen Schutz mehr, weshalb Prävention in großem Maßstab notwendig ist. Allerdings verfügen Mitarbeiter in KMU oft nicht über die notwendige Fachkenntnis, da sie die Gefahr, die von Cyber-Angriffen ausgeht, unterschätzen. Insbesondere im Homeoffice entstehen Datenlecks, die Hacker ausnutzen. Über 80 Prozent der erfolgreichen Cyberattacken beginnen bei Mitarbeitern, sodass sie zur zentralen Schwachstelle des Systems werden. Insbesondere das eigene Mail-Postfach ist eine Schleuse für Hacker, denn fast zwei Drittel der erfolgreichen Hackerangriffe setzen hier an. Nur ein Klick auf eine Phishing-Mail und der Cyberkriminelle kann vertrauliche Kundendaten stehlen. Das bedeutet einen enormen Vertrauens- und Reputationsverlust, denn nur wenige Kunden bringen Verständnis für den Missbrauch ihrer Daten auf. Zudem kommen auf das Unternehmen unter Umständen Wiederherstellungskosten von Unternehmensdaten und Vertragsstrafen zu, da Lieferversprechen durch eine Betriebsunterbrechung nicht eingehalten werden können. Um diese Kosten abzufangen, werden immer mehr Cyber-Versicherungen angeboten, die sofortige technische Unterstützung, rechtliche Beratung, Übernahme von Abwehrkosten bei behördlichen Verfahren sowie weltweiten Versicherungsschutz versprechen. Doch wie bei jeder Versicherung gilt auch hier: Es wird nur gezahlt, wenn nicht grob fahrlässig gehandelt wurde. Wird ein Mail-Anhang eines unbekannten Absenders geöffnet oder eine veraltete Virensoftware genutzt, zahlt die Versicherung nicht. Deswegen ist präventive Arbeit sehr wichtig.

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Hannah Simons

Hannah Simons ist seit 2020 für die ibau GmbH tätig. Als Redakteurin recherchiert und verfasst sie Artikel für den News-Bereich und das Glossar. Dabei verfolgt sie das Ziel komplexe Inhalte einfach und gut verständlich aufzubereiten.