Vergaberecht nach Flutkatastrophe: NRW zieht nach

Rheinland-Pfalz hat bekanntlich bereits die Vergabeverfahren ausgesetzt, die im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe stehen. NRW folgt dem Beispiel mit einem gemeinsamen Runderlass vom 04.08.2021.

NRW passt im Zuge der Flutkatastrophe das Vergaberecht an © Ievgen / stock.adobe.com

Die Flutkatastrophe vom 14./15. Juli 2021 hat in beiden Bundesländern große Schäden hinterlassen. Eingestürzte Häuser und Brücken, eine in großen Teilen zerstörte Infrastruktur mit verwüsteten Straßen und Schienen stellen die Länder vor große Herausforderungen. Um weitere Gefahren abzuwenden und um die Infrastruktur wieder aufzubauen, sind große Kraftanstrengungen nötig. Damit dies ohne Verzögerungen gelingt, hat Rheinland-Pfalz bereits in den von Hochwasserschäden betroffenen Gebieten das Vergaberecht zunächst bis zum Jahresende ausgesetzt. Öffentliche Aufträge zur Wiederherstellung der Infrastruktur können so schnell und unbürokratisch vergeben werden. Förmliche Vergabeverfahren sind somit nicht erforderlich. Dies gilt nun auch in NRW: In einem gemeinsame Runderlass setzen die Länder die Unterschwellenvergabeordung (UVgO) sowie die VOB/A – 1. Abschnitt aus, um den Wiederaufbau zu beschleunigen.


Der Runderlass tritt am Tag nach der Veröffentlichung in Kraft und ist zunächst bis zum 31. Dezember 2021 befristet.

Abonnieren Sie den ibau Newsletter und verpassen Sie nichts mehr

Ihre Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihre Anmeldung war erfolgreich. Bitte bestätigen Sie noch Ihre E-Mail Adresse über unsere Bestätigungs-E-Mail, damit wir Ihnen zukünftig Informationen per E-Mail zusenden können.

Ich möchte regelmäßig über Inhalte, Services und Produkte der ibau GmbH per E-Mail informiert werden. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen. Nach Bestätigung Ihrer E-Mail Adresse erhalten Sie zukünftig unseren ibau Newsletter zu den von Ihnen ausgewählten Themengebieten. Näheres erläutert der Datenschutzhinweis.


Abschließender Hinweis

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern auf dieser Website die männliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung.

ibau Redaktion

Auf Basis der Erfahrung von über 60 Jahren täglicher Recherche und Analyse von Ausschreibungen und Vergaben im öffentlichen und gewerblichen Sektor veröffentlicht die ibau Redaktion Ratgeber-Inhalte um Sie über verschiedene Fragen und Problemstellungen rund um Ausschreibungen und Vergaben aufzuklären.