Steuervorteile bei der energetischen Sanierung

Um energetische Sanierung noch attraktiver zu machen und somit das Erreichen der Umweltschutzziele zu sichern, wurde die Regelung steuerzahlerfreundlicher ausgelegt.

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Bei energetischen Sanierungen kann der Objekteigentümer 20 Prozent der Aufwendungen von bis zu 200.000 Euro von der Steuer absetzen. Die Steuerermäßigung wird auf drei Jahre verteilt, im ersten und zweiten Jahr jeweils sieben Prozent und im dritten Jahr sechs Prozent. Wie der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine erklärt, gilt dies für alle Gebäude, die älter sind als zehn Jahre und die eigenen Wohnzwecken dienen. Doch die Förderung ist, anders als bisher angenommen, nicht rein objektbezogen. Das Finanzministerium hat die Regelung steuerzahlerfreundlich ausgelegt. „Das ist relevant, wenn ein Objekt übertragen wird", erklärt BVL-Geschäftsführer Erich Nöll. Der personenbezogene Höchstbetrag bedeutet, dass bei einem Verkauf, einer Schenkung oder Erbschaft des Objektes der Höchstbetrag der Steuerermäßigung neu gilt. Objektbezogenheit des Höchstbetrags bedeutet, dass der Maximalbetrag aufgeteilt wird, wenn das Objekt im Eigentum mehrerer Menschen ist.

Voraussetzungen für den Steuervorteil

Bei Sanierungskosten von 200.000 Euro betragen die Steuerermäßigungen bis zu 40.000 Euro. Dabei spielt keine Rolle, auf wie viele einzelne Sanierungsmaßnahmen sich die Kosten verteilen. Wichtig ist lediglich, dass die Baumaßnahmen von einem Fachunternehmen ausgeführt wurden und die Zahlung auf das Konto erfolgte. Bei der Steuerermäßigung werden neben den Arbeitsleistungen, Fahrkostenpauschalen und in Rechnung gestellten Maschinenstundensätzen auch die Aufwendungen des Steuerpflichtigen berücksichtigt, also vor allem die Materialkosten. Als energetische Sanierungsmaßnahmen zählen die Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen und Geschossdeckung, die Erneuerung von Fenstern, Außentüren oder Heizungsanlagen, Erneuerung oder Einbau von Lüftungsanlagen und der Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung. Auch die Optimierung bestehender Heizungsanlagen gehört dazu, sofern diese älter als zwei Jahre sind.

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Hannah Simons

Hannah Simons ist seit 2020 für die ibau GmbH tätig. Als Redakteurin recherchiert und verfasst sie Artikel für den News-Bereich und das Glossar. Dabei verfolgt sie das Ziel komplexe Inhalte einfach und gut verständlich aufzubereiten.