Steigende Löhne in der Bauwirtschaft

Die Arbeit auf dem Bau stellt eine sichere und gut bezahlte Beschäftigung dar. Durch den Fachkräftemangel steigen die Löhne für gut qualifizierte Arbeitskräfte.

Steigende Löhne in der Bauwirtschaft © Andrey Popov / stock.adobe.com

Das Institut der deutschen Wirtschaft hat ermittelt, dass beispielsweise ausgebildete Kräfte im Rohrleitungsbau eine Bruttomonatslohn von 3.590 Euro verdienen und auf 100 offene Stellen kommen 27 Arbeitslose. Bei Ausbildungsberufen im Gleisbau liegt der Lohn mit 3.637 Euro noch etwas höher. Den größten Fachkräftemangel gibt es in der Kältetechnik, mit nur zwölf Arbeitslosen pro 100 offene Stellen. Das andere Extrem findet sich bei der Gebäudetechnik. Auf 100 offene Stellen kommen 920 Arbeitslose. Entsprechend weniger verdienen Gebäudetechniker auch, nämlich einen Bruttomonatslohn von 2.889 Euro. Doch die Fachleute des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) weisen darauf hin, dass nicht immer eine Korrelation zwischen Fachkräftemangel und Lohn besteht. So seien etwa die Löhne von Zahnärzten überdurchschnittlich gestiegen, obwohl kein Mangel besteht. Hingegen werden Lokführer und Brandschutzfachkräfte händeringend gesucht, dennoch steigen die Löhne unterdurchschnittlich. Das IW erklärt, dass es aus volkswirtschaftlich-ökonomischer Sicht sinnvoll sei, die Lohnerhöhungen mehr anhand des Fachkräftemangels zu differenzieren. Dazu sei es aber auch notwendig, dass Tarifverträge mehr Spielraum nach oben lassen.

Weiterbildung und Studium rechnen sich

Doch obwohl es in vielen Bereichen an ausgebildeten Fachkräften mangelt, ist es für unausgebildete Arbeitnehmer schwierig, eine Anstellung zu finden. Bei Maler- und Lackiererarbeiten kommen 1.120 unausgebildete Arbeitslose auf 100 Stellen und der durchschnittliche Bruttoverdienst liegt bei 2.332 Euro monatlich. Eine Ausnahme stellt die Ver- und Entsorgung dar, wo auch ausgebildete Kräfte über 3.000 Euro verdienen. Doch es zeigt sich, dass sich eine Höherqualifizierung in der Bauwirtschaft finanziell lohnt. Mit einer Fortbildung oder einem Bachelor verdienen Arbeitnehmer fast ausschließlich mehr als ohne. Auch besteht in den Berufen, in denen fortgebildete Fachkräfte arbeiten, fast ausnahmslos Fachkräftemangel. Bei den Aufsichtskräften im Tiefbau kommen beispielsweise nur 17 Arbeitssuchende auf 100 ausgeschriebene Stellen und der Bruttolohn liegt bei 4.981 Euro monatlich. Mit einem Master-Abschluss oder Diplom klettern die Löhne im Tiefbau auf durchschnittlich 5.558 Euro monatlich und nur zwölf Arbeitssuchende kommen auf 100 freie Stellen. Das Maximum stellt die Ver- und Entsorgung dar. Mit Master oder Diplom verdient man durchschnittlich 5.484 Euro monatlich und es kommen acht Arbeitssuchende auf 100 Stellen.

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Jan Hell

Jan Hell war von Juni 2016 bis Mai 2021 als Content-Manager bei der ibau GmbH in Münster tätig. Als Chefredakteur unserer Online- und Printmagazine verantwortete er die Bereitstellung aktueller Informationen. Seine Schwerpunkte lagen in der Recherche und Aufbereitung rechtlicher sowie wirtschaftlicher Themen. Mit seiner strukturierten Schreibweise stellt er komplexe Sachverhalte und Thematiken aus dem Ausschreibungs- und Vergabebereich nachvollziehbar und komprimiert dar.