Social Media: Die neue Art geeignete Fachkräfte zu finden

Der Fachkräftemangel beschäftigt zahlreiche Unternehmen der Bauwirtschaft. Bei der Beschaffung neuer Fachkräfte fällt auf: Die Zeit der Zeitungsannonce liegt hinter uns. 

Mitarbeiterbeschaffung © rzoze

Das Handwerk konkurriert mit anderen Wirtschaftszweigen um neue Mitarbeiter und Auszubildende. Deswegen sinkt die Verfügbarkeit junger Fachkräfte für das Handwerk kontinuierlich. Die Digitalisierung bietet dem Handwerk aber neue und effiziente Möglichkeiten, Fachkräfte für sich zu gewinnen. Das ergab eine aktuelle Studie des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen (ifh Göttingen). Befragt wurden drei Unternehmen mit acht, 15 und 16 Beschäftigten. Im Vergleich zu analogen Werbeprozessen war der Einsatz digitaler Medien zur Rekrutierung weitaus kostengünstiger und effektiver.

Mitarbeiterbeschaffung über Social Media deutlich erfolgreicher

Um auf analogem Wege neue Fachkräfte für sich zu gewinnen brachten die Unternehmen 1.000 bis 3.000 Euro auf und fanden null bis vier Bewerber. Eine erfolgreiche Neubesetzung der Stelle war erst nach sechs bis 24 Monaten möglich. Durch digitale Prozesse konnten die Kosten auf 285 bis 500 Euro abgesenkt werden. Es wurden zwischen neun und 34 Bewerber gefunden und innerhalb von zwei bis vier Wochen kam es zu zwei bis drei Neueinstellungen. Es ist also eindeutig: Die Zeitungsannonce wird von der Rekrutierung über soziale Medien abgelöst – und das zu weitaus günstigeren Preisen. Mit der Bewerberbeschaffung reiht sich noch ein weiterer Bereich der Bauwirtschaft ein, bei dem sich die Digitalisierung lohnt.

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Hannah Simons

Hannah Simons ist seit 2020 für die ibau GmbH tätig. Als Redakteurin recherchiert und verfasst sie Artikel für den News-Bereich und das Glossar. Dabei verfolgt sie das Ziel komplexe Inhalte einfach und gut verständlich aufzubereiten.