Preis für Fertighäuser um 15 Prozent gestiegen

Gestiegene Baustoffpreise und die anhaltende Immobiliennachfrage haben die Preise für Fertighäuser innerhalb eines Jahres bundesweit um 15 Prozent ansteigen lassen.

Fertighäuser kosten inzwischen 15 % mehr! © Marog Pixcells / stock.adobe.com

Ende Mai 2020 lag der Quadratmeterpreis noch bei 2.620 Euro, ein Jahr später bei 3.020 Euro. ImmoScout24 führt die gestiegenen Angebotspreise von neuen Fertighäusern zum Teil darauf zurück, dass die Baustoffe im Mai 2021 teils deutlich teurer waren als im Vorjahr. Dem statistischen Bundesamt zufolge war Konstruktionsvollholz im Mai um 83 Prozent teurer als im Vorjahresmonat, der Preis für Dachlatten stieg im gleichen Zeitraum um 46 Prozent und für Bauholz um 38 Prozent. Auch die Stahlpreise sind merklich gestiegen und somit war Betonstahl 44 Prozent teurer als im Vorjahr. Die Auswirkungen der gestiegenen Preise zeigen sich in aller Deutlichkeit bei den Neubau-Preisen von Fertighäusern: Allein in den drei Monaten von Ende März bis Ende Mai 2021 stiegen die Angebotspreise um 14 Prozent. Doch dieser starke Anstieg ist nicht nur auf die teuren Baustoffe zurückzuführen. Auch die anhaltend hohe Nachfrage treibt die Preise. Seit September 2020 übertrifft die Nachfrage nach Fertighäusern das Angebot an Inseraten. Im Umland der sieben größten Metropolen Deutschlands beläuft sich die Preissteigerung auf 27 Prozent im Jahresvergleich, der Quadratmeter kostet hier durchschnittlich 4.168 Euro. Am stärksten sind die Preise in Brandenburg gestiegen: Um 48 Prozent auf 3.361 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Sachsen mit 38 Prozent auf 2.567 Euro pro Quadratmeter. Überraschend niedrig hingegen fiel die Preissteigerung in den beiden bevölkerungsreichsten Bundesländern, in Nordrhein-Westfalen und Bayern aus. In NRW betrug sie lediglich drei Prozent, sodass der Quadratmeterpreis nun bei 2.690 Euro liegt, in Bayern stiegen die Preise um knapp vier Prozent auf durchschnittlich 3.589 Euro pro Quadratmeter. Doch auch in diesen beiden Bundesländern sind Preissteigerungen zu erwarten, sodass Kaufinteressierte gut beraten sind, zügig eine Entscheidung zu treffen.

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Hannah Simons

Hannah Simons ist seit 2020 für die ibau GmbH tätig. Als Redakteurin recherchiert und verfasst sie Artikel für den News-Bereich und das Glossar. Dabei verfolgt sie das Ziel komplexe Inhalte einfach und gut verständlich aufzubereiten.