Neuerung bei Minijobs ab 2022

Ab Januar 2022 gibt es eine Änderung für die Arbeitgeber von Minijobbern. Sie müssen künftig die Steuer-Identifikationsnummer an die Minijob-Zentrale übermitteln.

Minijobs ab 2022 © ivanko

Der Verdienst aus einem Minijob ist steuerpflichtig. Mit dem Jahreswechsel kommt allerdings eine kleine Neuerung auf die Arbeitgeber zu, denn sie müssen für ihre gewerblichen Minijobber die Steuer-ID an die Minijob-Zentrale übermitteln. Doch was genau ist eine Steuer-ID? In welchen Fällen ist sie zu melden und wie kann man sie beantragen?

Was ist die Steuer-ID?

Die Steuer-Identifikationsnummer, kurz Steuer-ID oder IdNr, ist eine persönliche Identifikationszahl, die für die Kommunikation mit dem Finanzamt benötigt wird. Sie besteht aus 11 Ziffern und wird zusammen mit den Stammdaten, die eine Identifizierung des Steuerpflichtigen ermöglichen sollen, in einer vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) verwalteten Datenbank gespeichert. Zu den Stammdaten gehört der Name, einschließlich früherer Namen, Geburtsdatum und –ort, Geschlecht und die letzte bekannte Anschrift. Zudem ist das zuständige Finanzamt hinterlegt. Die Steuer-ID wird nur einmal im Leben vergeben und ist dauerhaft gültig. Finanzbehörden sollen durch sie in der Lage sein, zuverlässige Überprüfungen vorzunehmen und vorhandene Informationen zuzuordnen. Wichtig ist auch, dass die Nummer keine Rückschlüsse auf die bei der Finanzverwaltung hinterlegten Daten zulässt. Diese Daten dürfen nur von Finanzbehörden erhoben und verwendet werden.

Woher bekomme ich sie und wozu benötige ich sie?

Allen in Deutschland gemeldeten wurde bis Ende 2008 die Steuer-ID in einem Brief des BZSt mitgeteilt. Seitdem bekommt jeder deutsche Bürger seine Steuer-ID automatisch per Post zugesandt, das erste Mal direkt nach der Geburt eines Kindes. Eingewanderte erhalten ihre ID unmittelbar nachdem sie sich beim Einwohnermeldeamt angemeldet haben. Beschäftigte finden ihre Steuer-ID auf der jährlichen Lohnsteuerbescheinigung, dem letzten Steuerbescheid oder der letzten Steuererklärung, dem Schreiben des BZSt bei der erstmaligen Vergabe oder dem Schreiben des Finanzamtes im Oktober/November 2011 mit der Information über die gespeicherten elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale. Sind diese Dokumente nicht auffindbar, kann auf der Seite des Bundeszentralamts für Steuern eine erneute Mitteilung der Steuer-ID beantragt werden. Um beispielsweise die Steuererklärung oder Freistellungsaufträge beim Finanzamt abgeben zu können, muss man die Steuer-ID angeben. Auch bei bestimmten Anträgen auf Sozialleistungen, etwa Kindergeld oder Rente, wird die Steuer-ID benötigt. Zudem ist sie der Krankenkasse mitzuteilen, wenn sie Daten über gezahlte oder erstattete Beiträge an die Finanzverwaltung melden muss.

Wann müssen Arbeitgeber die Steuer-ID von Minijobbern übermitteln?

Ab dem 1. Januar 2022 müssen auch gewerbliche Minijobber mit ihrer Steuer-ID bei der Minijob-Zentrale gemeldet werden, unabhängig davon, ob der Arbeitgeber die Steuern pauschal an die Minijob-Zentrale zahlt oder die individuelle Besteuerung nach der Lohnsteuerklasse über das Finanzamt vornimmt. In der Datenübermittlung muss auch die Art der Versteuerung angegeben werden. Die Minijob-Zentrale hat eine Checkliste für Arbeitgeber erstellt, die sie nutzen können, um ihre Minijobber anzumelden. https://blog.minijob-zentrale.de/steuer-id-2022-im-minijob/ Bei spezifischeren Fragen zur Steuer-ID können Sie sich an das Bundeszentralamt für Steuern wenden. Die Service-Hotline ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr unter 0228 4061240 erreichbar.

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Hannah Simons

Hannah Simons ist seit 2020 für die ibau GmbH tätig. Als Redakteurin recherchiert und verfasst sie Artikel für den News-Bereich und das Glossar. Dabei verfolgt sie das Ziel komplexe Inhalte einfach und gut verständlich aufzubereiten.