Mantelverordnung verhindert Recycling von Bauabfällen

Bauwirtschaft und Bauindustrie warnen, dass die neue Mantelverordnung in ihrer aktuellen Form zahlreiche Probleme vorprogrammiere und verlangen Nachbesserung.

© Ramona Heim / stock.adobe.com

Rund 80 Prozent der mineralischen Abfälle fallen in der Bau- und Abbruchwirtschaft an. Eine Wiederverwertung von Bauabfällen ist aus vielerlei Gründen notwendig. Der Platz auf den Deponien wird immer weniger. Die Entsorgung auf lokalen Deponien kostet Geld und diese Kosten würden auf den Bauherren übertragen, was wiederum nicht mit dem Bedarf an bezahlbarem Wohnraum zu vereinbaren ist. Alternativ könnten die Abfälle quer durch Deutschland verfrachtet werden, was ökologisch betrachtet unvertretbar ist. Auch bedingt eine geringe Recyclingrate die weitere Ausbeutung natürlicher Ressourcen. Doch die neue Mantelverordnung würde, wenn sie ohne Änderungen in Kraft tritt, Recycling erschweren, sodass mehr Bauabfälle als bisher auf den Deponien landen. Sowohl Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB), als auch Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), sprechen sich gegen die aktuelle Fassung der neuen Mantelverordnung aus. Davon betroffen seien die Planung, der Bau und die Unterhaltung von Straßenbaumaßnahmen. Von Seiten der Bauwirtschaft wünscht man sich eine bundeseinheitliche Verordnung, die die Weichen für mehr Baustoffrecycling stellt. Deswegen appelliert sie an die Bundesregierung, die berechtigten Bedenken bei der nächsten Beratung zu berücksichtigen.

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Hannah Simons

Hannah Simons ist seit 2020 für die ibau GmbH tätig. Als Redakteurin recherchiert und verfasst sie Artikel für den News-Bereich und das Glossar. Dabei verfolgt sie das Ziel komplexe Inhalte einfach und gut verständlich aufzubereiten.