Kooperation zur Förderung von Gründächern

Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks und der Bundesverband GebäudeGrün fördern den Ausbau der Gründächer mit gleichzeitiger Nutzung als Solardach.

Kooperation zur Förderung von Gründächern © miss_mafalda

Eine Begrünung von Dächern hat zahlreiche Vorteile – für die Umwelt und für die Einwohner. Grünflächen tragen beispielsweise zum Artenschutz und Erhalt der Biodiversität bei, indem der Lebensraum für Tiere und Pflanzen erweitert wird. Zudem verbessern sie das Mikroklima und die Luftqualität, insbesondere in Städten, indem sie die Luft kühlen und befeuchten sowie Staub und Luftschadstoffe binden und filtern. Durch eine Kooperation wollen der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) und der Bundesverband GebäudeGrün (BuGG) einen wichtigen Beitrag zur Klimawende leisten. „Die Kooperation mit dem Dachdeckerverband sehen wir auch hinsichtlich der politischen Klimadebatte als äußerst positiv“, sagt BuGG-Präsident Dr. Gunter Mann: „Gründächer sind ein unverzichtbarer Baustein beim nachhaltigen Bauen. So erfüllen sie wichtige Funktionen bei der Überflutungs- und Hitzevorsorge. Zudem speichern die rund 120 Millionen qm Gründächer 96.000 t CO2. Wenn wir durch mehr Aufklärung und Fördermaßnahmen für einen Zuwachs beim Gebäudegrün sorgen, wäre das ein toller Erfolg.“ Im Rahmen der Kooperation sind gemeinsam bundesweite Projekte geplant, um die Vorteile von Pflanzen auf Dächern und an Fassaden bekannter zu machen. Dazu wird im Nachgang zum Weltkongress GebäudeGrün (10.-12. Mai 2022) eine „Aktionswoche Gebäudebegrünung“ vorbereitet. Die große Bedeutung grüner Städte für das Klima soll somit bürgernah vermittelt werden. Auch in der fachtechnischen sowie politischen Gremienarbeit will man sich gegenseitig unterstützen und beispielsweise gemeinsam Marktdaten rund um das Thema Begrünung von Dach und Fassade erheben.

Daten und Fakten zu Gründächern


Heute gibt es in Deutschland rund 120.000.000 qm begrünte Dachflächen. Ob auf dem Flachdach mit intensiver Begrünung, sodass die Fläche sogar als Garten nutzbar ist, oder auf dem Steildach mit extensiver Dachbegrünung als Hingucker. Grüne Dachflächen gehören mittlerweile zu einer zeitgemäßen Stadt- und Raumplanung, da sie das Arbeits- und Wohnumfeld aufwerten, was wiederum Wohlbefinden, Entspannung und Kreativität steigert, sowie den Wert der Immobilie und des Wohngebiets. So wurden im Jahr 2019 7.217.720 qm Dachfläche und 90.000 qm Fassadenfläche neu begrünt. Zudem verlängern Gründächer die Lebensdauer einer Immobilie, da Dachabdichtungen vor Witterungseinflüssen, Temperaturdifferenzen und UV-Strahlung geschützt werden. Die höchste Quadratmeterzahl an begrünten Dachflächen hat München mit 3.148.043 qm Dachbegrünungsfläche. Stuttgart hat mit 4,1 qm Gründach allerdings die größte Fläche pro Anwohner. Hier profitieren die Einwohner bereits von der Luftschalldämmung und Minderung der Schallreflektion durch Gründächer außen und innen. Durchschnittlich kommen in Deutschland 1,2 qm Grünfläche auf einen Einwohner. „Die Zusammenarbeit von ZVDH und BuGG wird unsere Schlagkraft Richtung Dach- und Fassadenbegrünung einen kräftigen Schub nach vorn geben“, prophezeit ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk.

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Hannah Simons

Hannah Simons ist seit 2020 für die ibau GmbH tätig. Als Redakteurin recherchiert und verfasst sie Artikel für den News-Bereich und das Glossar. Dabei verfolgt sie das Ziel komplexe Inhalte einfach und gut verständlich aufzubereiten.