ibau Sentiment Analyse | Mai 2021:
Ist Deutschland vorbereitet für die nächste Krise?

Die Corona-Pandemie begleitet uns jetzt seit über 15 Monaten. Erstmals besteht eine berechtigte Hoffnung, dass wir die Pandemie in den Griff bekommen. Es ist Zeit für ein Fazit und den Blick nach vorn. So lässt sich eine weitgehende Einigkeit hinsichtlich der Beurteilung der Erfolgsfaktoren bei der Bekämpfung des Corona-Virus feststellen. Diese beruhen im Wesentlichen auf einer …

  1. extrem erfolgreichen Impfstoffentwicklung.
  2. sich weitestgehend diszipliniert verhaltenden Bevölkerung.
  3. ausgeprägten Bereitschaft aller Wirtschaftskräfte auf die Herausforderungen durch die Pandemie schnell, flexibel und pragmatisch zu reagieren.
     

1| Zusammenfassung

Bewertung der Arbeit relevanter Entscheider und Institutionen

  • Die Entscheidungen der Regierung und die schnelle Impfstoffentwicklung haben für das Vertrauen in Regierung und Wissenschaft gesorgt, dass auch zukünftige Krisen bewältigt werden können.
  • Das Handeln der Bauwirtschaft in der Krise wird als reaktionsschnell und kreativ bewertet.
  • Mit den Leistungen der Behörden ist jedoch fast die Hälfte der Befragten sehr unzufrieden.

Digitalisierung in den eigenen Arbeitsbereichen

  • Der Digitalisierungsgrad hat insgesamt zugenommen.
  • Ein Drittel der Befragten hat eine Steigerung von bis zu 25 Prozent im Vergleich zur Zeit vor Corona angegeben.
  • 17 Prozent der Befragten erleben sogar eine Steigerung um bis zu 50 Prozent im Vergleich zur Zeit vor Corona.

Zukünftige Kommunikation

  • Insgesamt plant knapp die Hälfte aller Befragten den vermehrten Einsatz von Online-Kommunikationsmitteln auch in Zukunft.
  • Informationsveranstaltungen (54,3 %) und Produktvorstellungen (52,9 %) sollen vermehrt online stattfinden.
  • Lieferanten- (61,4 %) und Bauherren-Gespräche (57,1 %) sollen auch zukünftig bevorzugt persönlich durchgeführt werden.

Auftragsentwicklung

  • Knapp die Hälfte der Befragten geht davon aus, dass das Auftragsvolumen insgesamt stagnieren wird – mit einem Trend zu vorsichtigem Optimismus.
  • Im gewerblichen Wohnungsbau wird ein steigendes Auftragsvolumen erwartet (45,7 %).
  • Im gewerblichen Baubereich hingegen vermutet die Mehrheit der Befragten ein stagnierendes Auftragsvolumen. Der Anteil derer, die ein sinkendes Auftragsvolumen erwarten ist außerdem angestiegen (31,4 %).
  • Im öffentlichen Bereich wird eine Stagnation des Auftragsvolumens erwartet (54 %), gleichzeitig geht knapp ein Fünftel von einem steigenden Auftragsvolumen aus (19 %).
  • Für den Einfamilienhausbau stiegen die Einschätzungen eines fallenden Auftragsvolumens weiter an (38,6 %).
Exklusives Experten Interview

Exklusives Experten Interview | Jetzt herunterladen

Corona – Ist die Krise vorbei? Einschätzungen zur 4. Welle und Materialknappheit

Ist die Bauwirtschaft für zukünftige Herausforderungen nun besser aufgestellt? Was beschäftigt die Bauwirtschaft in den nächsten Monaten mehr – die 4. Corona-Welle oder die aktuelle Materialknappheit? Erfahren Sie jetzt die Antworten der Experten! Seien Sie dabei, wenn Michael Flohr, Leiter Qualitätsmanagement und Experte für Trends und Entwicklungen der Baubranche, seine Eindrücke schildert. Guido Schmidt, Leitung Gesamtvertrieb, führt durch das Gespräch und stellt Ihre Fragen.

Hiermit möchte ich die Sentement Analyse der ibau GmbH per E-Mail bestellen. Den Link zum Download die Analyse schicken wir Ihnen nach Bestätigung Ihrer E-Mail Adresse zu. Im Gegenzug für die Bereitstellung des Analyse bin ich einverstanden, ab sofort Informationen der ibau GmbH über ihre Services und Produkte per E-Mail zu erhalten. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen. Näheres erläutert der Datenschutzhinweis.

Die Regierung wird auch eine zukünftige Krise wie bspw. die „Indien-Mutation“ meistern
Die Regierung wird auch eine zukünftige Krise wie bspw. die „Indien-Mutation“ meistern

2| Die Stimmungslage

Der Wunsch wieder ein „normales Leben“ zu führen ist angesichts der erlittenen Einschränkungen der Freiheitsrechte und der Lebensqualität nur allzu verständlich. Dennoch lässt sich der Zustand von vor der Pandemie nicht einfach wieder herstellen. So ist zu beachten, dass Krisen auch die Chance bergen vorhandene Weichen anders zu stellen. An dieser Stelle lässt sich auf die Digitalisierung verweisen, denn dies gilt insbesondere für gesellschaftliche Mechanismen und Prozesse, die sich als Schwachstellen einer funktionierenden Wirtschaft herausgestellt haben.

Nachfolgend werden wir noch einmal beleuchten wie sich die Corona-Pandemie bislang auf die Geschäftsentwicklung in der Bauwirtschaft ausgewirkt hat. Gleichzeitig möchten wir vor allem zukünftig die Chance nutzen, uns noch stärker auf die wichtigen Entwicklungen der Baubranche zu fokussieren, wie die Liefersituation von Baumaterialien oder die Einschätzungen unserer Experten zur Entwicklung der Bauwirtschaft. Entsprechend stehen in dieser Sentiment Analyse unter anderem folgende Fragen im Vordergrund: Wo sehen Architekten, Planer und Investoren Handlungsbedarf für die Zukunft? In welchen Bereichen der Gesellschaft werden Veränderungen für notwendig erachtet?

Arbeit der Regierung

Knapp 30 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Regierung auch zukünftige Krisen meistern wird. Entsprechend lässt sich ableiten, dass diese Teilnehmer auch den Umgang der Regierung mit der aktuellen Krise als gut bis sehr gut empfinden. Die Mehrheit aller Befragten (39,2 %) bewertet die Leistungen der Regierung als ausreichend bis befriedigend. Ein weiteres Drittel hält die Leistungen für ungenügend bis mangelhaft (33,8 %).

Angesichts der Bewertung der Beschlüsse zur Corona-Bekämpfung war ein negativeres Ergebnis zu erwarten. Die Kritik war deutlich. So wurden die Beschlüsse oftmals als inkonsequent, widersprüchlich, nicht einheitlich und perspektivlos bezeichnet. Es scheint jedoch auch klar zu sein, dass die politischen Entscheidungsträger in einem Dilemma stecken. Ihre Entscheidungen betreffen immer die gesamte Öffentlichkeit und damit das gesamte Spektrum der Gesellschaft – ungeachtet der sehr unterschiedlichen Bedürfnisse einzelner Anspruchsgruppen. Dieses Dilemma hat Gesundheitsminister Spahn schon frühzeitig in seiner Aussage, dass man sich noch vieles an getroffenen Entscheidungen im Nachgang werde verzeihen müssen, formuliert.

Politische Entscheidungen sind auf eine breite Zustimmung in der Bevölkerung angewiesen und müssen zusätzlich vielfältige verschachtelte Gesetzeslagen, Zuständigkeiten und unterschiedliche Ansichten von Parteivertretern in Einklang bringen. Offensichtlich bewerten die befragten Architekten und Planer diese Situation fair und realistisch. Dies geht aus der Summe der ausreichend bis sehr guten Bewertungen hervor. Insgesamt mehr als zwei Drittel (69,3 %) sind der Meinung, dass die Regierung eine zukünftige Krise meistern kann – wenn auch nur in ausreichendem Maß.

Arbeit der Wissenschaft

Die Ergebnisse zeigen, dass der Wissenschaft für Ihre Leistungen große Anerkennung und Vertrauen entgegengebracht wird. Die Hälfte der befragten Experten glaubt an eine auch zukünftig schnelle Impfstoffentwicklung (50,7 %). Die rekordverdächtige Entwicklungsgeschwindigkeit der Impfstoffe, der disruptive Ansatz der mRNA-Impfstoffe sowie die Entwicklung des BioNTech Impfstoffes in Deutschland sorgen für Begeisterung. Dass knapp ein Fünftel (15,9 %) nicht an eine auch zukünftig schnelle Impfstoffentwicklung glauben, lässt sich auf die im internationalen Vergleich als langsam empfundene Verfügbarkeit sowie die Diskussionen zur Wirksamkeit der vorhandenen Impfstoffe zurückführen.

Aufgrund der Erfahrung der historisch schnellen Impfstoffentwicklung (mRNA-Impfstoffe), wird auch für weitere Virus-Mutationen schnell ein neuer Impfstoff verfügbar sein
Aufgrund der Erfahrung der historisch schnellen Impfstoffentwicklung (mRNA-Impfstoffe), wird auch für weitere Virus-Mutationen schnell ein neuer Impfstoff verfügbar sein

Arbeit der Bauwirtschaft

Auch während der Pandemie hat sich die Baubranche als eine der tragenden Säulen der Wirtschaft in Deutschland erwiesen – trotz realistischer Befürchtungen, dass es aufgrund internationaler Verflechtungen zu Lieferengpässen bei der Baumaterialbeschaffung und infolge der wirtschaftlich stark angespannten Situation in anderen Dienstleistungs- und Industriebereichen zu einem massiven Rückgang der Bauinvestitionen kommen könnte. Insgesamt ließ sich im vergangenen Jahr noch ein deutliches Wachstum verzeichnen. Auch dieses Jahr ist ein weiteres Wachstum zu erkennen – wenn auch nicht mehr so stark wie vor der Pandemie erwartet.

Durch gezielte Vorsorgemaßnahmen hat die Bauindustrie Reaktionsschnelligkeit und Flexibilität unter Beweis gestellt. Zu diesen Maßnahmen zählt der massiv verstärkte Einsatz digitaler Technologien, die Organisation fester Arbeitsgruppen auf der Baustelle, das rechtzeitige Sicherstellen von Ersatzmaterial-Lieferungen sowie die flexible Anpassung an Marktveränderungen wie das Umschwenken vom Gewerbe- zum Wohnungsbau. Entsprechend bewertet die Mehrheit der Befragten die Bauwirtschaft als reaktionsschnell und kreativ (69,9 % bewerten die Aussage mit befriedigend bis sehr gut). Die Tatsache, dass sich allgemeine Wirtschaftskrisen branchenbedingt erst mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung auf die Bauwirtschaft auswirken, hat Entscheidungsträgern Reaktionszeit verschafft, die diese sinnvoll und zielführend genutzt haben.

Dennoch lassen sich aktuell auch Nachwirkungen der Krise in der Baubranche erkennen. Der sprunghafte Nachfrageanstieg in China und den USA und eine dadurch unzureichende Rohstoffversorgung mit Kupfer, Metallen, Holz und Kunststoffen wirft Schatten auf eine weitere positive Entwicklung. Dieses Problem wurde auch in der Studie „Heinze Baukonjunktur-Klima“ thematisiert. So kann die aktuelle Preisentwicklung auf dem Beschaffungsmarkt als kritisch eingestuft werden.

Auch die Verbandsvertreter stellen ihre Reaktionsschnelligkeit unter Beweis wie der wiederholte Ruf nach einem weiteren Hilfsprogramm (zweiter Rettungsschirm) zur Unterstützung kommunaler Bauprojekte wegen des flächendeckenden Ausfalls von Gewerbesteuereinnahmen und einem Investitionsrückstand von 147 Mrd. Euro zeigt. Dies ist insofern relevant, als dass zwei Drittel aller öffentlichen Bauprojekte kommunale Projekte sind.

Obgleich der Baubranche insgesamt Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit bescheinigt wird, gibt die Hälfte der Befragten an diesbezüglich noch Optimierungspotential zu sehen (49,3 % bewerten die Aussage mit ausreichend bis befriedigend).

Die Bauwirtschaft hat sich als reaktionsschnell und kreativ bewiesen. Die nächste Krise schaffen wir auch
Die Bauwirtschaft hat sich als reaktionsschnell und kreativ bewiesen. Die nächste Krise schaffen wir auch

Arbeit der Behörden

Dieses Ergebnis ist eindeutig: Lediglich 13 Prozent der Umfrageteilnehmer bescheinigen den Staatsvertretern innovatives Potenzial (Bewertung mit befriedigend bis sehr gut). 87 Prozent bewerten die Leistungen der Behörden als ausreichend (21,2 %) oder schlechter (65,8 %). Den höchsten Wert erreicht mit 43,5 Prozent die Bewertung mit ungenügend.

Angesichts dieser Werte kann nüchtern festgestellt werden, dass es sich im Hinblick auf die als unzureichend bewerteten Leistungen der Behörden um ein tiefergreifendes Problem handelt. Behörden in Deutschland sind ausgebildet und geschult um zu verwalten und in gegebenen gesetzlichen Verwaltungsrichtlinien sowie im finanziellen Rahmen kleine vorhandene Spielräume zu nutzen. Mit den Herausforderungen der Pandemie und den damit verbundenen Änderungen sind folglich nicht nur die Antragsteller sondern vor allem auch die Sachbearbeiter der Behörde selbst überfordert.

An dieser Stelle gilt es jedoch zu beachten, dass somit auch die zuvor dargestellten positiven Bewertungen der Leistungen der Regierung zu relativieren sind – denn letztlich verantwortet die Regierung die Handlungsfähigkeit und -geschwindigkeit der Behörden. Insbesondere die bestehende Überregulierung ist in dieser Krise deutlich geworden. Dass der Verfassungsgeber Exekutivhandeln an Recht und Gesetz bindet um Willkür auszuschließen, wurde durch diese Überregulierung konterkariert. So lässt sich auch die in der letzten Zeit aus Regierungskreisen zu hörende Aussage „mehr Pragmatismus wagen“ als zynisch bewerten.

Die Behörden haben – im direkten Vergleich zur Privatwirtschaft – die Krise und die damit verbundenen Chancen zur Digitalisierung und zur Vereinfachung der Genehmigungsverfahren ausreichend genutzt
Die Behörden haben – im direkten Vergleich zur Privatwirtschaft – die Krise und die damit verbundenen Chancen zur Digitalisierung und zur Vereinfachung der Genehmigungsverfahren ausreichend genutzt

Digitalisierungsgrad in den eigenen Arbeitsbereichen

Zeit für Veränderung und Chancen zum Aufbruch nutzen – diese beiden Aspekte gehen mit der aktuellen Krise unweigerlich einher. Dass wir in Deutschland im Hinblick auf Digitalisierung in vielen Bereichen einen starken Nachholbedarf haben, war bereits vor der Corona-Pandemie bekannt. Dennoch hat die Krise unterstrichen, dass wir keine Zeit mehr verlieren dürfen. In den vergangenen Monaten hat sich der Nutzen digitaler Medien deutlich gezeigt. So ist der Wunsch zu alten Zeiten zurückzukehren weder möglich noch sinnvoll. Um einschätzen zu können, in welchem Maße sich der Digitalisierungsgrad bei Architekten und Planern verändert hat, haben wir diese zur Zusammenarbeit mit Auftraggebern, Lieferanten und Verarbeitern befragt.

Auffallend ist, dass die Branche um den persönlichen Kontakt mit Geschäftspartnern nicht herum kommt. Ob es sich dabei um eine zwingende Notwendigkeit oder eine nach wie vor bestehende Vorliebe zur persönlichen Kommunikation handelt, geht aus den Antworten jedoch nicht hervor.

Übergreifend betrachtet, hat sich für knapp die Hälfte der Befragten in der Zusammenarbeit mit ihren Geschäftspartnern keine Veränderung in der Kommunikation im Vergleich zur Zeit vor Corona ergeben (44,4 %). Auf der anderen Seite gibt knapp ein Drittel der Befragten an, einen Digitalisierungsgrad von 25 Prozent erreicht zu haben (28,3 %). Bei 17 Prozent liegt der durchschnittliche Digitalisierungsgrad sogar schon bei 50 Prozent.

Seit Beginn der Pandemie sind jetzt gut 15 Monate vergangen. Entsprechend zeigen diese Zahlen eine sehr hohe Umsetzungsgeschwindigkeit, die nur durch ein hohes Maß an Flexibilität und Kreativität aller Beteiligten erreicht werden konnte. Es wird spannend zu beobachten, wie sich diese Zahlen in Zukunft weiterentwickeln. Nach aktueller Einschätzung wird ein Digitalisierungsgrad nur sehr selten 100 Prozent erreichen und auch die 75 Prozent Marke stellt vermutlich eher einen Ausnahmefall dar. Diese Einschätzung beruht auf der Annahme, dass in bestimmten Projektphasen der unmittelbare Kontakt aufgrund branchenspezifischer Erfordernisse nicht zu ersetzen sein wird. In diesem Zusammenhang lassen sich Grundlagen-, Abstimmungs- und Strategiegespräche mit Bauherren und Investoren zu Beginn eines Projektes oder Preisverhandlungsgespräche mit Lieferanten oder Verarbeitern heranziehen.

In diesem Zusammenhang lässt sich auch die Frage stellen, ob ein Digitalisierungsgrad von 100 Prozent auf absehbare Zeit überhaupt erstrebenswert ist. So äußern sich unsere Partner diesbezüglich eher verhalten. Aus individuellen, persönlichen Stellungnahmen auf die Frage, was sich nach einem Jahr Corona in der Praxis verändert hat, werden Homeoffice und digitales Arbeiten am häufigsten genannt. Auffallend ist jedoch die damit einhergehende oftmals negative Bewertung: die Bearbeitung ist aufwendiger, die Kommunikation schlechter weil anonymer und es können weniger persönliche Kontakte gepflegt werden. Diese Entwicklung wird auch durch die Studie „Heinze Baukonjunktur-Klima“ bestätigt.

Entsprechend lässt sich als Quintessenz festhalten: Die Digitalisierung soll den zwischenmenschlichen Dialog nicht ersetzen sondern bereichern.

Um wie viel Prozent hat sich der Digitalisierungsgrad in der Zusammenarbeit mit den folgenden Gruppen verändert?
Um wie viel Prozent hat sich der Digitalisierungsgrad in der Zusammenarbeit mit den folgenden Gruppen verändert?

Zukünftige Kommunikation

Neben den bereits eingetretenen Veränderungen, soll nun auch die zukünftige Kommunikation mit Geschäftspartnern im Vergleich zur Zeit vor Corona betrachtet werden. Insgesamt plant knapp die Hälfte aller Befragten den vermehrten Einsatz von Online-Kommunikationsmitteln. Sicherlich wird es hier in der nächsten Zeit noch einige Verschiebungen in Richtung vermehrte Online-Nutzung geben. Entsprechend ist zu hoffen, dass auch die öffentlichen Verwaltungen bei sich selbst und in ihren Aufgabenbereichen diese Entwicklung erkannt haben und bereits mit besonderen Fokus daran arbeiten.

Bei der Betrachtung der Werte im Vergleich stellt sich heraus, dass der Einsatz digitaler Kommunikation für unterschiedliche Ansprechpartner auch unterschiedlich gewichtet wird. So werden Lieferantengespräche (61,4 %) und auch die Gespräche mit Bauherren (57,1 %) zukünftig bevorzugt persönlich geführt, wohingegen Produktvorstellungen (52,9 %) und Informationsveranstaltungen (54,3 %) eher auch online stattfinden sollen. Diese Differenzierung ist sicherlich auf die Inhalte der Gespräche zurückzuführen. Gesprächsinhalte mit Bauherren und Lieferanten sind strategisch geprägt und damit grundsatzentscheidend, weshalb hier nach wie vor die persönliche Gesprächsrunde bevorzugt wird. An den Stellen, wo es um Routinen und Prozessabläufe geht, werden die Vorteile der Onlinekommunikation wie Geschwindigkeit und Produktivitätssteigerung genutzt. Dies gilt auch für Produktvorstellungen und Informationsveranstaltungen. Diese sind selbstverständlich wichtig, in dieser Phase der Geschäftsbeziehung überwiegt jedoch noch der Unverbindlichkeits-Charakter. Entsprechend genügt es vielen unserer Befragten, diesen Austausch zeitsparend online vorzunehmen.

Werden Sie Gespräche in den folgenden Bereichen zukünftig wieder persönlich oder online führen?
Werden Sie Gespräche in den folgenden Bereichen zukünftig wieder persönlich oder online führen?

Auftragsentwicklung

Wie in unserer letzten Sentiment Analyse im Januar haben wir die Experten der Bauwirtschaft nach ihrer Einschätzung hinsichtlich der noch zu erwartenden Auftragsentwicklung für die verbleibenden Monate des Jahres 2021 befragt.

Mit 43,4 Prozent, betrachtet über alle Bereiche, geht knapp die Hälfte der Befragten davon aus, dass der Markt stagnieren wird. Vor dem Hintergrund der in den letzten Jahren in der Regel sehr guten Umsatzdaten, lässt sich auch eine Stagnation angesichts der Ausmaße der Corona-Pandemie und dem Vergleich mit anderen Branchen schon als positiv bewerten. Werden die Einschätzungen derjenigen addiert, die eine Steigerung des Auftragsvolumens erwarten, entsteht im Gesamteindruck ein Trend zum vorsichtigen Optimismus. Im Vergleich zu unserer letzten Umfrage im Januar hat sich die Einschätzung, dass das Auftragsvolumen stagnieren wird, von 51,7 Prozent um beachtliche 8,3 Prozent verringert. Der Wert von 24,4 Prozent zum Auftragsanstieg im Januar ist um knapp 5 Prozent gestiegen, gleichzeitig hat sich aber auch der Wert zum tendenziellen Auftragsrückgang im Vergleich zu Januar mit 23,9 Prozent auf 28 Prozent erhöht. Entsprechend lässt sich eine Polarisierung in der Auftragserwartung erkennen. Diese Veränderung könnte damit zusammenhängen, dass mit vorangeschrittener Zeit die weitere Entwicklung des Projektportfolios konkreter einschätzbar geworden ist. Die Befürchtung einer ausgeprägten und oftmals von Verbandsvertretern befürchteten nachgelagerten Krise ist anhand dieser Ergebnisse nicht erkennbar – auch wenn sich in der Einzelbetrachtung die schon seit Beginn der Krise positiven wie negativen Schwerpunkte widerspiegeln.

Aktuell sehen 45,7 Prozent im gewerblichen Wohnungsbau sehr großes Wachstumspotenzial. Im Januar lag dieser Wert bei auch schon beachtlichen 36,6 Prozent. Die Nachfrage im Wohnungsbau hat sich durch die Krise nicht entschärft – und obwohl der Wohnungsbau auch während der Krise fast uneingeschränkt weiter boomte, konnte ein über Jahre aufgestauter Nachfragebedarf immer noch nicht aufgeholt werden.

Im gewerblichen Bereich hält hingegen eher der Trend zu fallenden Auftragszahlen an. Die Einschätzungen zu einem sinkenden Auftragsvolumen sind von 28,2 Prozent im Januar auf 31,4 Prozent im Mai gestiegen. Es kann angenommen werden, dass sich der überwiegende Teil der Unternehmen nach der Überwindung der Krise zunächst auf die Wiedererlangung der Wettbewerbsfähigkeit konzentriert, bevor an Expansion und damit auch an bauliche Erweiterung gedacht wird – auch wenn das für Teilbereiche wie Logistik nicht gelten mag.

Im öffentlichen Bereich erwartet ungefähr die Hälfte der Befragten eine Stagnation im Auftragsvolumen (54 %). Im Januar lag dieser Wert noch bei 56,1 Prozent. Dennoch geht ein großer Teil von knapp 19 Prozent (fünf Prozent mehr als im Januar) davon aus, dass das Auftragsvolumen steigen wird. Es lässt sich annehmen, dass diese Einschätzung darauf beruht, dass die Kommunen als Hauptauftraggeber trotz vielleicht fehlender Gewerbesteuer-Einnahmen den Investitionsrückstau von knapp 150 Mrd. Euro mit Hilfe des Bundes und der Länder werden abbauen müssen. Gleichzeitig kann ein Rückgang bei denjenigen, die eher mit einer fallenden Auftragslage rechnen, verzeichnet werden: Während im Januar noch gut 30 Prozent diese Einschätzung teilten, sind es jetzt nur noch 27,5 Prozent.

Die Einschätzungen zur Auftragsentwicklung im Einfamilienhausbaus zeigen ein eher diffuses Bild. Hier reichen die Erwartungen aktuell zu etwa gleichen Teilen von „das Auftragsvolumen wird eher steigen“ bis hin zu „das Auftragsvolumen wird eher fallen“, wobei letzteres etwas stärker gewichtet wird. Im Vergleich zu Januar hat es jedoch deutliche Verschiebungen bei der Einschätzung zur Stagnation gegeben. Im Januar sind 50,4 Prozent der Befragten von einem stagnierenden Auftragsvolumen ausgegangen. Im Mai liegt dieser Anteil noch bei 30 Prozent. Gleichzeitig ist eine signifikante Verschiebung in Richtung einer fallenden Auftragserwartung erfolgt. Während im Januar 21,1 Prozent der Befragten mit einem sinkenden Auftragsvolumen gerechnet haben, sind dies im Mai schon 38,6 Prozent. Als Grund hierfür lässt sich die Grundstücks- und Gebäudepreis-Entwicklung anführen, die ohne eine sehr hohe Eigenkapitalquote des privaten Bauherren nicht mehr gestemmt werden kann. In Ballungsgebieten wird das Bauen entsprechend nahezu unmöglich und in ländlichen Gebieten, in denen es noch relativ günstiges Bauland gibt, verursachen die Gebäudekosten so hohe Ausgaben, dass der Bau bei Betrachtung der weiteren Wertentwicklung der Gesamtimmobilie für den Bauherren zum Verlustgeschäft werden kann. Darüber hinaus wirken sich auch politische Äußerungen, die den Einfamilienhausbau als schlecht für die Ökobilanz bewerten und diesen daher deutlich verringern wollen, ebenfalls negativ auf die Erwartung eines steigenden Auftragsvolumens aus.

Auftragsentwicklung Q2 2021
Auftragsentwicklung Q2 2021
Exklusives Experten Interview

Exklusives Experten Interview | 16. Juni 2021 – 16:30 Uhr

Corona – Ist die Krise vorbei? Einschätzungen zur 4. Welle und Materialknappheit

Ist die Bauwirtschaft für zukünftige Herausforderungen nun besser aufgestellt? Was beschäftigt die Bauwirtschaft in den nächsten Monaten mehr – die 4. Corona-Welle oder die aktuelle Materialknappheit? Erfahren Sie jetzt die Antworten der Experten! Seien Sie dabei, wenn Michael Flohr, Leiter Qualitätsmanagement und Experte für Trends und Entwicklungen der Baubranche, seine Eindrücke schildert. Guido Schmidt, Leitung Gesamtvertrieb, führt durch das Gespräch und stellt Ihre Fragen.

Jetzt kostenlos anmelden

4| Originalstimmen

Für die Entscheider der Baubranche waren Homeoffice und digitales Arbeiten die wichtigsten Veränderungen in den täglichen Arbeitsabläufen. Die Aussagen zur Nutzung digitaler Medien fielen häufig negativ aus, obgleich klar war, dass keine Alternative diesbezüglich vorhanden ist. Jedoch wurden auch die Vorzüge erkannt. Hier wurde der Verzicht auf den oftmals sehr zeitraubenden Anfahrtsweg zum Ortstermin als positiver Effekt angeführt.

Anhand der Aussagen zur Arbeitsweise der Behörden lässt sich deutlich Unzufriedenheit erkennen: Äußerungen wie „arrogante Sachbearbeiter“, „Homeoffice wird wohl verwechselt mit Urlaub“, „katastrophale, gleichgültige und baubehindernde Bearbeitung bzw. Nichtbearbeitung“ und „keine Erreichbarkeit der Sachbearbeiter“ machen dies eindrucksvoll deutlich. Zudem wurden die Baustoffverknappung und Lieferengpässe thematisiert. Einige Stimmen vermuten sogar, dass es sich um künstliche Verknappung und Preistreiberei handelt. Um detailliertere Einblicke in die aktuelle Stimmungslage zu erhalten, sollen die Originaltöne aus unseren Interviews dienen.

Bauamtsleiter, Stadt im Norden Deutschlands

Lernkurve durch Corona hinsichtlich der Digitalisierung: „Wir haben mit Digitalisierungsmaßnahmen schon weit vor Corona begonnen, sodass die besonderen strukturellen Herausforderungen während der Pandemie nicht mehr zu nennenswerten Verzögerungen und Verwerfungen geführt haben. Homeoffice und die dafür erforderliche Infrastruktur wie ausreichende Leitungskapazität etwa (VPN) waren schon zum größten Teil vorhanden, weil bereits sehr früh ein Digitalisierungskonzept angestoßen wurde. Das ganze manifestiert sich jetzt z.B. darin, dass die Stadt dafür eine zentrale Digitalisierungs-Stelle geschaffen hat, die vor allem dafür sorgen soll, dass es innerhalb der Großbehörde zu einem einheitlich hohen strukturellen Entwicklungsstandard kommt und Synergien in der digitalen Infrastruktur genutzt werden. Ich weiß aber von Kollegen aus anderen Behörden, dass dort teilweise noch mittelalterliche Strukturen vorherrschen und es daher von außen oftmals harsche aber berechtigte Kritik an den Abläufen gegeben hat. ... Da die Entscheidungen hier auf kommunaler Ebene getroffen werden, ist die Behörde immer nur so gut aufgestellt, wie die Verantwortlichen handeln bzw. nicht handeln.“

Icon öffentliche Gebäude
Projektleiter, Bauamt, Stadt im Südwesten Deutschlands

Zum öffentlichen Baugeschehen: „Der Doppelhaushalt steht jetzt zur Genehmigung; es ist viel verschoben worden – gerade größere Projekte.“

Projektleiter, Bauamt, Stadt im Südwesten Deutschlands

Lernkurve durch Corona hinsichtlich der Projektaufgaben: „Die Digitalisierung ist als zentrales Thema erkannt. Wir haben eine extra Stelle geschaffen, die sich aktuell um Bestandsaufnahme, Koordination und Umsetzung kümmert. So werden jetzt alle Schulen – aktuell eine Gemeinschaftsschule und ein Gymnasium – medial neu ausgestattet. Das betrifft vor allem die Netzkapazitäten für einen ruckelfreien Zugang zum Internet (WLAN bzw. auch öffentliches WLAN) ebenso wie der Einzug moderner Medien wie Whiteboard, Tabletts, Notebooks und ähnliches, und die Neukonzeptionierung der Fachräume.“

Projektleiter, Bauamt, Stadt im Südwesten Deutschlands

Lernkurve durch Corona hinsichtlich der Organisationsstruktur: „Natürlich war Homeoffice auch bei uns ein Thema. Allerdings beobachte ich eine starke Entfremdung der Mitarbeiter untereinander. Die meisten wollen so schnell es geht wieder an ihren alten Arbeitsplatz. Hier ist der Trend stark rückläufig. Der direkte Kontakt, vor allem auch mit den Dienstleistern wird als sehr wichtig empfunden, Meetings und Verhandlungen per Teams ermöglichen zwar im gewissen Rahmen die Aufrechterhaltung der notwendigen Kommunikation, können das Persönliche aber nicht ersetzten – zumindest nicht in Kennenlern-Situationen oder bei wichtigen Verhandlungen. In diesem Zusammenhang ist uns ein weiteres Mal das schon lange bestehende Problem ständig zunehmender Bürokratie auf die Füße gefallen. Seit Einführung des VGV etwa müssen wir selbst die Fachingenieure über ein komplexes Verfahren ermitteln. ... Eine positive Seite der Pandemie war vor allem, dass Missstände in der technischen Ausstattung offenbar wurden – Hilfsmittel wie Kommunikationsprogramme, neue Notebooks wurden entgegen der üblichen Verfahrenslänge auf sehr kurzem Dienstweg beschafft.“

Bauamtsleiter, Stadt im Süden Deutschlands

Lernkurve durch Corona hinsichtlich der Digitalisierung: „In der Verwaltungsstruktur hat sich außer den klassischen Homeoffice-Maßnahmen nicht viel getan. Wir waren allerdings auch schon vor der Krise ordentlich aufgestellt. Natürlich gibt es bei der digitalen Aufrüstung auch bei uns noch einiges zu tun. Das ist aber ein fortlaufender Prozess. Die Nutzung digitaler Medien wie Videokonferenzen sind natürlich auch bei uns verstärkt durchgeführt worden – allerdings polarisiert auf größere Projekte, wo etwa Absprachen mit den Fachplaner-Teams erfolgen müssen. Das wird auch in Zukunft so bleiben, dass der Bauphysiker für eine Viertelstunde Beitrag nicht von München anreisen muss. Auch bei komplexeren Themen ist das persönliche Treffen nicht wegzudenken: Wir haben kürzlich bei einem Projekt ausführliche Einspar-Diskussionen führen müssen ... das geht nur wenn man sich direkt in die Augen schauen kann. Allerdings bei kleineren Maßnahmen, wo die Beteiligten auch hier aus dem Umkreis kommen, da trifft man sich halt auf der Baustelle – notfalls mit Regenschirm.“

Projektleiter, Bauamt Verbandsverwaltung, Stadt im Westen Deutschlands

Lernkurve durch Corona hinsichtlich der Digitalisierung: „... technisch sind wir hier aber schon seit längerem gut aufgestellt. Was noch ansteht ist die Digitalisierung der Aktenberge, die dringend erforderliche Einführung der elektronischen Dokumentenverwaltung hat aber eher mit dem Umzug ins neue Verwaltungsgebäude zu tun – war also schon vor Corona absehbar. ... Derzeit haben wir noch 50 Prozent Homeoffice. Alle Planungsbesprechungen nur über Video-Konferenz. Das Umswitchen auf Homeoffice war aus dieser Sicht kein Problem. Dennoch führen die fehlenden Anwesenheits-Besprechungen zu Verzögerungen, weil gerade in Planungsrunden von mehr als vier bis fünf Personen eine vernünftige Kommunikation mit gehaltvollen Ergebnissen nicht mehr möglich ist. Kürzlich hatten wir hier eine Planungsbesprechung mit 22 Planungsbeteiligten – das war nur noch Mist.“


Informationen als PDF zum Herunterladen

Laden Sie sich die ibau Sentiment Analyse von Mai 2021 hier als praktisches PDF herunter.

Was ist die ibau Sentiment Analyse und wie sind die Ergebnisse zu bewerten?

Die ibau Sentiment Analyse gibt das aktuelle Stimmungsbild von Entscheidungsträgern und Machern der Baubranche wieder. Basierend auf den Aussagen von Investoren, Projektsteuerern, Planern, Generalunternehmern, Vergabestellen, Architekten und Bauträgern bewerten wir die aktuelle Situation, um frühzeitig Entwicklungstendenzen für alle Beteiligten der Bauwirtschaft aufzuzeigen.

Ausgelöst durch Corona hat sich gezeigt, dass sich das Stimmungsbild der Verantwortlichen der Baubranche schnell und tiefgreifend ändern kann. Mit der ibau Stimmungsanalyse halten wir Sie über interessante und relevante Entwicklungen in der Bauwirtschaft auf dem Laufenden.

Wie gehen wir vor?

Die ibau Sentiment Analyse beruht auf drei Faktoren:

  1. Die Prognose basiert auf der Befragung unserer langjährigen Partner in der Bauindustrie sowie der statistischen Auswertung von Trends der von uns erfassten Bauprojekte. Die Kombination dieser Informationen mit unserer umfangreichen Datenbasis vergangener Jahre ermöglicht es uns zukünftige Entwicklungen zu skizzieren.
  2. Es erfolgt eine qualitative Bewertung von über 1.000 Gesprächen mit den oberhalb genannten Ansprechpartnern wie Projektverantwortliche, Investoren, Bauträger, Planer und Architekten.
  3. Basierend auf 30 Schwerpunktinterviews mit ausgewählten Zielgruppen arbeiten wir die zum Teil unterschiedlichen Sichtweisen gesondert heraus. So lassen sich aktuelle Entwicklungen aus verschiedenen Perspektiven oder aus Sicht einer definierten Zielgruppe beleuchten.

Abschließender Hinweis

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern auf dieser Website die männliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung.

ibau Redaktion

Auf Basis der Erfahrung von über 60 Jahren täglicher Recherche und Analyse von Ausschreibungen und Vergaben im öffentlichen und gewerblichen Sektor veröffentlicht die ibau Redaktion Ratgeber-Inhalte um Sie über verschiedene Fragen und Problemstellungen rund um Ausschreibungen und Vergaben aufzuklären.