Hohe Baustoffpreise drücken den Umsatz im Bauhauptgewerbe

Obwohl das Bauhauptgewerbe ein leichtes Auftragsplus verzeichnet, sind die Umsätze im Juli 2021 gesunken. Grund dafür sind die starken Preisanstiege für Baumaterial.

Hohe Baustoffpreise © Andrew Parfenov

„Der Umsatz im Bauhauptgewerbe erreicht bis zum Juli ca. 50,4 Mrd. Euro und verfehlt damit das Vorjahresniveau etwa um 1 Mrd. Euro; (ca. -2%). Dabei ist zu beachten, dass die Preise für Bauleistungen infolge der deutlichen Preiszuwächse beim Einkauf von Baumaterial um gut 4% gestiegen sind. Real liegen die Umsätze also um ca. 6% unter Vorjahresniveau“, erklärt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe (ZDB) die Zahlen des statistischen Bundesamts. Holzprodukte waren im Juli mehr als 120 Prozent teurer als im Vorjahresmonat, Stahl rund 90 Prozent und Kunststoffe 30 Prozent. Im August zogen die Preise noch weiter an, sodass bisher nicht damit zu rechnen ist, dass sich die Lage zeitnah wieder entspannt. Die realen Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe lagen im Juli 2,6 Prozent höher als im Juni (preis-, kalender- und saisonbereinigt) und 1,4 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Insbesondere im Wirtschaftsbau zog die Nachfrage an mit einem Auftragsplus von 13 Prozent. Im Wohnungsbau ist die Nachfrage um 11 Prozent gestiegen. Im öffentlichen Bau ist sie hingegen um 7 Prozent gesunken. Die Zurückhaltung bei den Kommunen liegt wahrscheinlich an den Gewerbesteuerausfällen.

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Hannah Simons

Hannah Simons ist seit 2020 für die ibau GmbH tätig. Als Redakteurin recherchiert und verfasst sie Artikel für den News-Bereich und das Glossar. Dabei verfolgt sie das Ziel komplexe Inhalte einfach und gut verständlich aufzubereiten.