Europa auf dem Holzweg

In einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hat sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zur Bau-Zukunft Europas geäußert.

"Wir müssen Ursula von der Leyen dankbar sein, dass sie sich in der Frage, womit wir bauen wollen, so klar für die vermehrte Verwendung nachhaltiger Naturmaterialien wie Bambus und Holz ausspricht”, kommentiert Erwin Taglieber, Präsident des Deutschen Holzfertigbau-Verbandes (DHV). „Die EU-Kommissionspräsidentin macht damit deutlich, wie die Errichtung von Wohn- und anderen Gebäuden in den EU-Mitgliedsstaaten in Zukunft auszusehen hat, wenn wir den sozialen Wandel in der Gemeinschaft meistern und die Klimakrise in den Griff bekommen wollen: Die Antwort heißt, dass wir in Europa mehr denn je mit Holz und in jedem Fall mit nachwachsenden, klimaschonenden Materialien bauen werden"

Europa auf dem Holzweg © Ingo Bartussek / stock.adobe.com

Europas Wälder bieten noch sehr viel Potential für den Holzbau

So spiele es für das zukünftige Klima und die Bewohnbarkeit des Planeten eine entscheidende Rolle, wie viel Primärenergie in die Herstellung von Baumaterialien fließe. Schließlich würden rund 40 Prozent aller Ressourcen im Moment für den Bausektor aufgewendet werden. “Es werden ebenfalls rund 40 Prozent aller Emissionen von Gebäuden freigesetzt." Durch die Verwendung von Holz, das große Mengen CO2 über die gesamte Nutzungszeit bindet, könne diese negative Auswirkung auf die Natur signifikant gesenkt werden. "Europa schöpft das Holzbau-Potenzial des Waldes bislang nur zu zwei Dritteln aus", so die Überzeugung Tagliebers. "Man muss sich vor Augen führen, dass die bewaldete Fläche unseres Kontinents täglich in einer Größenordnung von etwa 1500 Fußballfeldern wächst – davon werden zu Bauzwecken aber nur 1000 verwendet", betont er. "Das bedeutet im Ergebnis, dass der Wald Europas jeden Tag um die Fläche von 500 Fußballfeldern größer wird.”

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