Ein Jahr Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Am 1. März 2020 trat das Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft. Die erste Bilanz fällt positiv aus. Trotz der Pandemie sind viele Fachkräfte nach Deutschland gekommen.

Ein Jahr Fachkräfteeinwanderungsgesetz © Rawpixel.com / stock.adobe.com

Mit diesem Gesetz wurde erstmals in Deutschland die Einwanderung von qualifizierten Fachkräften aus Nicht-EU-Ländern geregelt. Es bildet die Grundlage einer dauerhaften Integration zum Arbeiten und Leben in Deutschland, indem es, bei erfüllten gesetzlichen Kriterien, die Jobsuche sowie die Aufnahme einer Beschäftigung erleichtert. Das Gesetz ist eine von vielen Maßnahmen, um den Fachkräftemangel in Deutschland zu entschärfen, der durch die demografische Entwicklung und Digitalisierung in Teilen entstanden ist.

30.000 Fachkräfte in neun Monaten eingewandert

Ein Jahr nach der Einführung des Gesetzes wird Bilanz gezogen, und diese fällt überaus positiv aus. Trotz der Pandemie wurden zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2020 fast 30.000 Visa an qualifizierte Fachkräfte und Auszubildende aus Drittstaaten erteilt. „Ich habe zum Inkrafttreten des Gesetzes vor einem Jahr gesagt, dass das Fachkräfteeinwanderungsgesetz ein Meilenstein der deutschen Migrationspolitik ist. Heute kann ich auf die Zahlen verweisen, denn die sprechen für sich“, kommentiert Bundesinnenminister Horst Seehofer. „Schon ein Jahr nach Einführung sind wir im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte erfolgreich und bieten Menschen gleichzeitig einen legalen Weg in den deutschen Arbeitsmarkt.“ Bei der Bundesagentur für Arbeit wurde eine Zentrale Servicestelle eingerichtet, die interessierten Fachkräften im Ausland bei der Berufsanerkennung hilft. „Das Werben um die besten Köpfe beginnt bereits vor der Einreise nach Deutschland“, erklärt Außenminister Heiko Maas. „Deshalb haben wir Anfang des Jahres das Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten gegründet, in dem unsere Experten Visa-Anträge aus aller Welt digital bearbeiten. Das hat sich gerade angesichts der Pandemie und erheblicher Einschränkungen in vielen Ländern als Erfolgsfaktor erwiesen. So konnten wir trotz aller Widrigkeiten schon 2020 viele Fachkräfte für Deutschland gewinnen, die unsere Unternehmen dringend benötigen.“ Auch in mehreren Bundesländern wurden zentrale Ausländerbehörden eingerichtet, die auf Fragen der Fachkräfteeinwanderung spezialisiert sind. „Die Sicherung des Fachkräftebedarfs ist und bleibt eine zentrale Herausforderung für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Das galt vor der Corona-Pandemie und das gilt auch weiterhin. Wir brauchen Fachkräfte im Gesundheitsbereich, im Handwerk oder für die Digitalisierung des Landes“, sagt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales, teilt seine Meinung: „Wir stehen weltweit im Wettbewerb um gute Fachkräfte – das wird kein Selbstläufer. Wir müssen so attraktiv wie möglich sein. Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz hat dafür den Grundstein gelegt“, resümiert er und ruft so dazu auf, auch in Zukunft daran zu arbeiten, Deutschland für Fachkräfte aus Drittstaaten attraktiv zu machen. Begleitend mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz hat die Bundesregierung intensiv an weiteren Maßnahmen zur Verbesserung von Verwaltungs- und Anerkennungsverfahren und zur Ausweitung der Sprachförderung gearbeitet sowie eine Strategie zur Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland entwickelt.

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Hannah Simons

Hannah Simons ist seit 2020 für die ibau GmbH tätig. Als Redakteurin recherchiert und verfasst sie Artikel für den News-Bereich und das Glossar. Dabei verfolgt sie das Ziel komplexe Inhalte einfach und gut verständlich aufzubereiten.