Die Holzbauquote überschreitet erstmals die 20 Prozent-Marke

Der Lagebericht Zimmerei/Holzbau 2021 von Holzbau Deutschland zeigt: Trotz Corona-Pandemie, Einschränkungen und Rohstoffknappheit ist die Branche 2020 weiter gewachsen.

 

Quote im Holzbau erstmalig bei 20 Prozent © peshkova

Sowohl die Anzahl der im Holzbau tätigen Betriebe als auch die der Personen ist gestiegen. Zudem hat der Holzbau erstmals die 20 Prozent-Marke bei den genehmigten Wohngebäuden überschritten. Mit der Aktualisierung der Bauordnung für die Gebäudeklassen 4 und 5 in allen Bundesländern rechnet die Holzbaubranche darüber hinaus mit einem Anstieg der Holzbauquote beim mehrgeschossigen Wohnungsbau. Bei den Nichtwohngebäuden liegt die Holzbauquote bei 20,9 Prozent. Der Bericht benennt zudem die größten Erfolgshindernisse für die Branche. Aus Sicht der Unternehmen sind dies in erster Linie die bürokratischen Genehmigungsverfahren, die durch den Stellenabbau, fehlende Fachkompetenz und mangelnde Ausstattung in den Behörden weiter erschwert werden. Zudem fehlen den Betrieben Facharbeiter und Führungskräfte. Das drittgrößte Erfolgshindernis ist die mangelnde Digitalisierung. Die Betriebe verfügen zwar über gute Kenntnisse im Umgang mit Konstruktions- und Abbundsoftware, allerdings bedürfe es der Digitalisierung ganzer Arbeitsprozesse, um künftig besser und effizienter arbeiten zu können.

Die Rohstoffknappheit muss bekämpft werden


Klimaschutz und Wohnungsmangel sind zwei der dringlichsten gesellschaftlichen Problematiken, denen es sich zu stellen gilt. Der Holzbau rücke in diesem Kontext immer mehr in den Fokus, auch der Wissenschaft. Zudem sei der Holzbau vor dem Hintergrund des knapper werdenden Baulands von wachsender Bedeutung. Denn das Bauen im Bestand wird wichtiger und der Holzbau ist bestens für Nachverdichtungen, Aufstockungen und energetische Modernisierung geeignet. Damit der Holzbau seine wichtige Rolle auf dem Weg zur angestrebten Klimaneutralität erfüllen kann, muss der Rohstoff allerdings ausreichend und zu adäquaten Preisen verfügbar sein. Deswegen fordert der Verband, dass Holzexporte kritisch hinterfragt werden. Es soll geprüft werden, ob Länder, in die exportiert wird, die gleichen Nachhaltigkeitskriterien eingehalten werden, wie sie hierzulande gelten. Außerdem sollen regionale Wertschöpfungsketten ausgebaut und die Einschlagbeschränkungen nach dem Forstschaden-Ausgleichgesetz aufgehoben werden. Zudem sei es notwendig die regionalen Holzvorräte bestmöglich zu nutzen um verantwortungsvoll und ressourcenschonend zu bauen. Deswegen solle auch durch klimatische Einflüsse und Borkenkäfer betroffenes Holz eingesetzt werden. Es besitze konstruktiv die gleiche Qualität wie herkömmliches Schnittholz und könne daher ohne Einschränkungen im nicht sichtbaren Bereich verbaut werden. Der Bericht steht auf der Website des Verbandes im Handlungsfeld Betriebswirtschaft zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Abonnieren Sie den ibau Newsletter und verpassen Sie nichts mehr

Ihre Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihre Anmeldung war erfolgreich. Bitte bestätigen Sie noch Ihre E-Mail Adresse über unsere Bestätigungs-E-Mail, damit wir Ihnen zukünftig Informationen per E-Mail zusenden können.

Ich möchte regelmäßig über Inhalte, Services und Produkte der ibau GmbH per E-Mail informiert werden. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen. Nach Bestätigung Ihrer E-Mail Adresse erhalten Sie zukünftig unseren ibau Newsletter zu den von Ihnen ausgewählten Themengebieten. Näheres erläutert der Datenschutzhinweis.


Abschließender Hinweis

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern auf dieser Website die männliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung.

Hannah Simons

Hannah Simons ist seit 2020 für die ibau GmbH tätig. Als Redakteurin recherchiert und verfasst sie Artikel für den News-Bereich und das Glossar. Dabei verfolgt sie das Ziel komplexe Inhalte einfach und gut verständlich aufzubereiten.