Der Mittelstand ist der Konjunkturmotor der Bauwirtschaft

Um auch 2021 weiterhin die Gesamtwirtschaft stützen zu können, muss die öffentliche Hand zugesagte Investitionen im Mittelstand tatsächlich realisieren.

Der Mittelstand ist der Konjunkturmotor der Bauwirtschaft © peshkova / stock.adobe.com

Die Wirtschaft war 2020 signifikant durch die Corona-Krise geprägt. Dennoch hat die Bauwirtschaft das Jahr erfolgreich hinter sich gebracht. "Gerade die Mittelständler waren und sind in der Coronazeit der Fels in der Brandung der Bauwirtschaft", erklärt Michael Gilka, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen (BVMB). Damit die Unternehmen aber auch in Zukunft leistungsfähig bleiben können, müsse die Politik die entsprechenden Rahmenbedingungen setzen. Der Mittelstand könne nur dann auch 2021 eine Stütze für die Konjunktur sein, wenn die öffentliche Hand die zugesagten Investitionen auch tatsächlich in das Straßen- und Schienennetz bringen. Sie müsse insbesondere in Krisenzeiten Verantwortung übernehmen und dürfe somit Projekte und Aufträge nicht verschieben. Ein Problem stelle aber die Infrastruktur in den Verwaltungen dar, die qualitativ und quantitativ unterbesetzt seien. Es sei an der Zeit für Entbürokratisierung, doch das setze voraus, dass die Digitalisierung signifikant vorangetrieben werde. Auch sei der immer noch schlechte Netzausbau problematisch und es sei nicht nachvollziehbar, warum viele Baustellen in Deutschland nicht über Internet verfügen. Die Kommunen leiden allerdings finanziell stark unter der Krise, weswegen Bund und Länder in der Pflicht stünden, ihnen unter die Arme zu greifen.

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