Das Exoskelett: Ein Roboter zum Anziehen

Sie entlasten Knochen und Gelenke. Doch sie können nur von einer Person getragen werden und sind somit zu teuer. Deswegen arbeiten Forscher an einem Baukastenprinzip.

Das Exoskelett: Ein Roboter zum Anziehen

Muskel- und Skeletterkrankungen gehören laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zu den häufigsten Ursachen in Deutschland für Arbeitsunfähigkeit und vorzeitige Erwerbsunfähigkeit. Deswegen werden sogenannte roboterbasierte Exoskelette angepriesen, die die Knochen entlasten. Exo ist altgriechisch für „außen“, ein Exoskelett ist also eine skelettähnliche Konstruktion, die angezogen werden kann und bei schweren körperlichen Arbeiten, beispielsweise beim Heben schwerer Lasten, hilft. Doch die Geräte sind sehr kostspielig, insbesondere der Antrieb. Zudem können sie immer nur von einer Person getragen werden, an die das Exoskelett angepasst ist. Das Forscherteam um Prof. Dr. Matthias Haag, Leiter des Robotiklabors der Uni Aalen, entwickelt eine Lösung für dieses Problem. Nach einem Baukastensystem sollen die mechanischen und elektrischen Komponenten an den einzelnen Nutzer angepasst werden können. So kann der Roboter von verschiedenen Personen getragen und bei unterschiedlichen Aufgaben eingesetzt werden. "Wir spielen quasi Lego-Technik", erklärt Johannes Wanner, während er die Tauglichkeit bereits montierter Antriebseinheiten untersucht. Zugleich wird nach einem leichten Antriebssystem mit dem kleinstmöglichen Motor gesucht. Der Roboter besteht aus einer harten Außenschale und einem weichen Inlett. Die Außenschale wird in drei unterschiedlichen Größen produziert, sodass mehrere Arbeiter mit ähnlicher Statur diese nutzen können. Damit es individuell passt, hat jeder Nutzer ein eigenes Inlett. Die Kräfte des Antriebs werden bei Gebrauch durch die Außenschale an das Inlett weitergeleitet. Die Tests sind vorerst abgeschlossen und die Ergebnisse ausgewertet. Basierend auf diesen werden letzte Feinheiten optimiert, sodass das Exoskelett bis voraussichtlich Mitte des Jahres fertiggestellt wird.

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Hannah Simons

Hannah Simons ist seit 2020 für die ibau GmbH tätig. Als Redakteurin recherchiert und verfasst sie Artikel für den News-Bereich und das Glossar. Dabei verfolgt sie das Ziel komplexe Inhalte einfach und gut verständlich aufzubereiten.