Corona-Infektion als Arbeitsunfall

Infiziert man sich in Folge der Berufsausübung mit dem Corona-Virus, so kann dies als Arbeitsunfall oder Berufskrankheit eingestuft werden.

Corona-Infektion als Arbeitsunfall © Sebastian Duda / stock.adobe.com

Dazu muss ein intensiver und berufsbedingter Kontakt zu einem oder mehreren Infizierten vorliegen - entweder am Einsatzort oder beim Weg zur Arbeit beziehungsweise von der Arbeit nach Hause. Jörg Wachsmann, Leiter der Abteilung Steuerung Rehabilitation und Leistungen der Berufsgenossenschaft Bau (BG BAU) sagt, dass vor allen Dingen die Dauer und die Intensität der Begegnung mit der infizierten Person eine wichtige Rolle spielen würden. Zudem müssen für eine Entschädigung nach einer Infektion klinische Symptome aufgetreten sein. Er weist darauf hin, dass "in jedem Einzelfall geprüft werden muss, ob die Voraussetzungen zur Anerkennung als Versicherungsfall vorliegen.” Treten erst zu einem späteren Zeitpunkt Gesundheitsschädigungen durch die Infektion auf, so werden die Kosten für eine Heilbehandlung von der BG Bau ab diesem Zeitpunkt getragen. Die BG Bau übernimmt bei einer Anerkennung als Berufskrankheit oder Arbeitsunfall sowohl die Behandlungskosten als auch die Kosten für die berufliche und soziale Rehabilitation. Grundsätzlich gilt: Bei dem Verdacht auf eine Infektion sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden und sollte eine berufsbedingte Infektion vorliegen, so muss die BG Bau unverzüglich darüber informiert werden.

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