„Bundesbericht Energieforschung 2021“ veröffentlicht

Im Jahr 2020 wurden im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms mehr als 1,2 Milliarden Euro in die Energieforschung investiert. Fast 6.000 Projekte werden unterstützt.

Bundesbericht Energieforschung 2021 veröffentlicht © Massimo Cavallo

Anfang Mai wurde der „Bundesbericht Energieforschung 2021“ veröffentlicht. Er zeigt, wie vielfältig die Energiewende ist und wie sie gefördert wird. Der Bericht beschäftigt sich jährlich mit dem Fortschritt der Forschung für die Energiewende und stellt die Schwerpunktthemen der Förderung durch den Bund vor. Die Bundesregierung hat das Ziel, im Energiebereich die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass der Prozess der Energiewende zum Treiber für Energieeffizienz, Modernisierung, Innovation und Digitalisierung in allen Sektoren des Energiesystems wird. Zugleich soll die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandortes Deutschland gesichert werden.

6,4 Milliarden Euro für die Energieforschung

2020 hat die Bundesregierung fast 6.000 einzelne Projekte im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms gefördert, 1.590 davon wurden neu bewilligt. Innerhalb des Programms wurden im letzten Jahr mehr als 1,2 Milliarden Euro investiert, zwei Drittel davon in Forschungsprojekte, das letzte Drittel wurde zur institutionellen Förderung von Forschungseinrichtungen genutzt. Insgesamt werden zwischen 2018 und 2022 6,4 Milliarden Euro im Rahmen des Programms bereitgestellt. Neben dem Bundeswirtschaftsministerium sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft am 7. Energieforschungsprogramm beteiligt.

Ökologie und Ökonomie gehen Hand in Hand

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sieht in der Energieforschung einen zentralen strategischen Schlüssel auf dem Weg hin zur Klimaneutralität. „Innovationen für die Energiewende ebnen den Weg zur Klimaneutralität und stärken zugleich unsere Wirtschaft. Zukunftsfähige Energietechnologien aus Deutschland sind weltweit gefragt. Das zeigt: Ökologie und Ökonomie sind kein Gegensatz, sondern zwei Seiten einer Medaille. Mit Blick auf das ambitionierte Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2050 gilt es, keine Zeit zu verlieren und Innovationen noch schneller in die Praxis zu bringen“, sagte der Minister Anfang Mai zur Verabschiedung des Berichts im Kabinett. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) sagt, dass die Energieversorgung der Zukunft klimaneutral, sicher und bezahlbar sein müsse. „Wir investieren massiv in den Energieträger der Zukunft – den Grünen Wasserstoff. Wir wollen unser Land zum globalen Leitanbieter für Wasserstofftechnologien machen“, so Karliczek. Laut Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) könne auch die Biomassenforschung ein Schritt in Richtung Klimaneutralität sei: „Die Biomasse ist der Alleskönner unter den erneuerbaren Energieträgern: Sowohl Strom, Wärme als auch Treibstoffe können aus fester, flüssiger und gasförmiger Biomasse gewonnen werden – wie Stroh, Biomüll, Mist oder Gülle.“ Ein weiterer Vorteil der Biomasse sei, dass sie flexibel zur Verfügung stehe – unabhängig von Wetter und Tageszeit.

Energieforschung während der Pandemie

Die Forschungsteams entwickeln beispielsweise Lösungen, um die Aerodynamik der riesigen Rotorblätter von Windenergieanlagen intelligent zu steuern oder nutzen kleinste Mikroorganismen für die strombasierte Herstellung gasförmiger Energieträger. Andernorts wird die Frage erörtert, wie Energie-, Wärme- und Verkehrswende in den Städten gelingen können. Die Pandemie stellte aber auch für die Energieforschung im vergangenen Jahr eine nie dagewesene Herausforderung dar. Durch die Beschränkungen mussten Forschungseinrichtungen neu geplant und angepasst werden, dennoch sei es auch in diesem ungewöhnlichen Jahr gelungen, die Forschung für die Energiewende weiter voranzubringen. Manche Ideen der Energieforschung sind sogar im Rahmen der Pandemie hilfreich. So ermöglichen beispielsweise neuartige Kühlakkus den sicheren und energieeffizienten Transport von Impfstoffen. Sie wurden für Temperaturen um minus 70 Grad entwickelt und ersetzen den Einsatz von energieintensivem Trockeneis. Um die Forschungsergebnisse in die Praxis zu übertragen, werden sie im industriellen Maßstab in den „Reallaboren der Energiewende“ getestet. Derzeit sind acht solcher Reallabore gestartet.

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Hannah Simons

Hannah Simons ist seit 2020 für die ibau GmbH tätig. Als Redakteurin recherchiert und verfasst sie Artikel für den News-Bereich und das Glossar. Dabei verfolgt sie das Ziel komplexe Inhalte einfach und gut verständlich aufzubereiten.