Baubranche plädiert für ein eigenes Bauministerium

Die hochgesteckten wohnungspolitischen Ziele der künftigen Ampel-Koalition lassen sich laut IG Bau am besten durch ein eigenständiges Bau- und Infrastrukturministerium realisieren.

eigenes Bauministrium © SFIO CRACHO

Die Pläne der Ampel-Parteien für mehr Wohnraum sind ambitioniert: Pro Jahr sollen 400.000 neue Wohnungen gebaut werden. Das sei eine Rund-um-die-Uhr-Aufgabe, erläutert der Bundesvorsitzende der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Robert Feiger. Er rechnet vor: “Das bedeutet von Montag bis Sonntag pro Tag knapp 1.100 neu gebaute, bezugsfertige Wohnungen – 46 pro Stunde, alle 4 Minuten 3 Wohnungen.“ Das Wohnen sei die soziale Frage unserer Zeit und verdiene daher das Gewicht eines eigenen Bundesministeriums. Das Bauressort führe seit 23 Jahren ein Nomadenleben, beklagt Feiger. „Es war immer Anhängsel – beim Verkehr, bei der Umwelt, beim Inneren. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das Bauressort beim Bundesinnenministerium angesiedelt. Der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands der deutschen Bauindustrie (HDB), Tim-Oliver Müller, vertritt eine ähnliche These: „Bauen darf kein Annex mehr eines Ressorts sein, sondern muss ins Zentrum des Handelns gerückt werden.“ Dies sei eine der wesentlichen Stellschrauben für die ambitionierten Bauziele der nächsten Bundesregierung. Er spricht sich für ein starkes Bundesministerium für Bau und Infrastruktur aus.

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Iris Jansen

Iris Jansen verstärkt seit Juli 2021 als Content-Managerin unser Redaktionsteam. Als Chefredakteurin unserer Printmagazine informiert sie unsere Kunden über neue Entwicklungen innerhalb der Bauwirtschaft. Darüber hinaus schreibt sie Ratgeber- und Glossarartikel für unsere Onlinemagazine sowie aktuelle Texte für den News-Bereich. Für unsere vielfältigen Themenbereiche recherchiert sie täglich und hat stets im Blick, was sich im Bauwesen gerade tut. Einer ihrer Schwerpunkte ist es, komplexe Sachverhalte aus dem Ausschreibungs- und Vergabebereich strukturiert und verständlich aufzubereiten.