Achtung: Stolperfalle!

Deutschlands Bevölkerung wird immer älter, daher wird barrierefreies Bauen zunehmend wichtig. Doch wie kann die Baubranche von dieser Entwicklung profitieren?

Eigentlich wissen wir das alle, doch nur Zahlen können das wirkliche Ausmaß zeigen: Das Pestel-Institut prognostiziert für 2050 rund fünf Millionen Pflegebedürftige und schon 2035 werden etwa 30 Prozent der Bevölkerung in Ruhestand sein. Das stellt nicht nur eine große Herausforderung für das Gesundheits- und Pflegesystem dar, sondern auch für die Baubranche. Denn aus seinem vertrauten und liebgewonnen Heim ausziehen, das möchte niemand und durch eine barrierefreie Wohnung ist die ambulante Pflege bei Eintritt in die Pflegebedürftigkeit einfacher und länger realisierbar als bei einer nicht-barrierefreien Wohnung. Die bfb-Trendstudie der Rudolf Müller Mediengruppe zeigt, wie die verschiedenen Akteure von dem strukturellen Wandel in der Gesellschaft profitieren können.

Rohbau: Achtung: Stolperfalle! © ThomBal / stock.adobe.com

Das muss vermieden werden: Stufen, Schwelle, kleine Bäder, schmale Durchgänge

Das klingt nach hohen Kosten. Und auf den ersten Blick stimmt das auch, denn man braucht mehr Platz und technische Ausstattung. Doch wenn man überlegt, wie viel durch die längere ambulante Pflege eingespart werden kann und wie viel Selbstständigkeit dadurch ermöglicht wird, sollte man diesen Standpunkt eventuell noch einmal überdenken. Auch vor einem Krankenhausdesign brauch man sich nicht mehr zu fürchten, denn mittlerweile muss man in Sachen Barrierefreiheit nicht mehr zwischen Design und Pragmatik wählen. Doch nicht nur die eigenen vier Wände können Stolperfallen und Hindernisse beinhalten: In öffentlichen Gebäuden ist es nicht besser und neue gesetzliche Vorgaben zu Barrierefreiheit in öffentlich zugänglichen Gebäuden werden mit Sicherheit kommen.

Unklarheiten erschweren die Umsetzung

Aber wo genau liegen eigentlich die Grenzen zwischen barrierefrei, barrierearm, seniorengerecht und so weiter? Mit diesen Unsicherheiten haben auch Auftraggeber und Planer zu kämpfen, die dieses Wissen bräuchten, um die entsprechenden Fördermöglichkeiten wahrnehmen zu können. Komplizierte, gar widersprüchliche Regelwerke verbunden mit entsprechenden Haftungsrisiken kommen hinzu. Doch wenn diese Unsicherheiten ausgeräumt werden, so eröffnen sich aus der Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen älterer oder beeinträchtigter Menschen viele neue Möglichkeiten in der Baubranche.

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