5G-Ausbau ist auch für die Baubranche notwendig

Digitalisierung eröffnet zahlreiche Chancen für die Baubranche und sichert Arbeitsplätze. Doch ohne den 5G-Ausbau wird die Digitalisierung der Baubranche ausgebremst.

Ausbau des Telekommunikationsnetzes als Chance für die Digitalisierung der Baubranche © Zakhar Marunov / stock.adobe.com

Die Mobilfunktechnologie 5G, die aktuell neueste, ist auch für die Baubranche von großer Bedeutung. Sie ist gerade dabei, den bisherigen Standard 4G abzulösen. Dabei verwendet 5G ähnliche Frequenzbänder wie frühere Mobilfunktechnologien und WLAN, kann diese aber effizienter nutzen. Zudem können bis zu 100-mal mehr Geräte pro Antenne erreicht werden, 5G bietet eine bis zu 100-fach größere Bandbreite und eine bis zu 50-fach kürzere Reaktionszeit. Dadurch lassen sich nicht nur heutige Anwendungen stabiler effizienter nutzen, es werden auch neue Möglichkeiten eröffnet. Auch vor der Baubranche macht die Digitalisierung nicht Halt. Unter anderem die Ausführungsplanung, die Baustellenlogistik und der Einsatz von Maschinen werden zunehmend digital ablaufen. Die Digitalisierung ermöglicht schon jetzt ein einfacheres und schnelleres Arbeiten. Insbesondere Building Information Modelling (BIM) etabliert sich als Standard. Augmented- oder Virtual-Reality erleichtern das Zurechtfinden auf der Baustelle oder im Model und mit automatisierten Prozessen wird die Produktivität signifikant gesteigert. Doch diese Entwicklungen erfordern, dass der 5G Ausbau zügig fortgesetzt wird. 5G ist für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Baubranche entscheidend und eine gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit sichert Arbeitsplätze.

Das sagt das Handwerk zum 5G-Ausbau

Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks erklärt: "Dass der 5G-Ausbau weiterhin an Fahrt aufnimmt, wird auch den Betrieben des Handwerks die Arbeit erleichtern – insbesondere solchen, die an Orten mit größerer Entfernung zum Betriebsstandort Aufträge ausführen. Eine wirklich flächendeckende 5G-Versorgung wird jedoch erst im Zuge der anstehenden nächsten Neuversteigerung niedrigerer Funkfrequenzen erfolgen können: Denn je niedriger die Frequenzen sind, umso weiter tragen sie auch. Deswegen hat die zurückliegende Auktion mit den Höchstfrequenzen die flächendeckende Versorgung mit dem Mobilfunkstandard 5G bislang nur wenig vorangebracht – zur Flächenabdeckung müsste man mit diesen Frequenzen rund alle drei Kilometer einen Funkmast aufstellen. Jenseits solcher rein funkphysikalischen Zusammenhänge müssen in der nächsten Ausschreibungsrunde zugleich die Flächenausbauvorgaben für die Netzbetreiber noch stringenter formuliert und dann auch tatsächlich durchgesetzt werden. Die Kosten des Aufbaus flächendeckender Funkinfrastruktur könnten dadurch reduziert werden, dass dann nicht alle Anbieter ihre jeweils eigenen Funknetze nebeneinander erstellen, sondern man sich hier auf eine gemeinsame und dabei selbstverständlich entgeltliche Nutzung von Infrastrukturen einigen könnte. Gegebenenfalls sollte dies mittels einer gesetzlichen Vorgabe zum „regionalen Roaming“ durchgesetzt werden."

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Hannah Simons

Hannah Simons ist seit 2020 für die ibau GmbH tätig. Als Redakteurin recherchiert und verfasst sie Artikel für den News-Bereich und das Glossar. Dabei verfolgt sie das Ziel komplexe Inhalte einfach und gut verständlich aufzubereiten.