Im Gespräch mit Oliver Radaszewski

1| Um in einem Training den spezifischen Kundenanforderungen gerecht zu werden ist nicht nur ein tiefes Verständnis des Programms nötig, sondern auch der Branche. Was ist ihr Hintergrund?

Tatsächlich komme ich ursprünglich aus der Baubranche. Nach meiner Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik habe ich zunächst sechs Jahre lang auf verschiedenen Baustellen gearbeitet. Durch meinen handwerklichen Hintergrund fällt es mir daher leicht, mich in die Kunden und deren Projektanforderungen hineinzuversetzen. Aber auch die kaufmännische Seite sowie wichtige Vertriebsprozesse sind mir nicht fremd. Denn nach meinen Erfahrungen im handwerklichen Bereich wollte ich mich neuen Herausforderungen stellen und habe zusätzlich noch eine Umschulung zum Bürokaufmann absolviert. Ein Praktiker bin ich aber weiterhin geblieben, sodass es mir besonders gefällt, mit Kunden solange aktiv zusammenzuarbeiten, bis Ergebnisse und Erfolge sichtbar werden.

2| Neben ihren Aufgaben als Trainer sind Sie zusätzlich als Consultant tätig. In wie fern unterscheiden sich diese Arbeitsbereiche?

In meiner Funktion als Trainer bin ich hauptsächlich für kundenspezifische Trainings sowie unsere Fresh-Up-Schulungen zuständig. Wie der Name schon sagt, geht es hierbei vor allem darum, dass Wissen der Kunden aufzufrischen und – insbesondere bei Neukunden – die grundlegende Funktionalität des Programms zu erklären. Neben den handwerklichen Grundlagen, die es zur Bedienung benötigt, stehen bei uns in der Akademie aber vor allem die Erarbeitung langfristiger Strategien im Vordergrund: Wie können mit Hilfe unserer Produkte neue Vertriebskanäle geöffnet werden und wo lassen sich vorhandene Prozesse vereinfachen oder optimieren? Da diese Fragen natürlich nur im Kontext der jeweiligen Unternehmensstrategien beantwortet werden können, ist eine gezielte und individuelle Zusammenarbeit nötig. Und genau hier beginnt dann meine Arbeit als Consultant.

3| In wie fern? Was beinhaltet ein Consulting?

Um ein optimales Ergebnis erzielen zu können, ist die richtige Fragestellung entscheidend. Hierzu setze ich mich mit den Entscheidern an einen Tisch und erarbeite mit ihnen ein individuelles Nutzungskonzept für unsere Produkte, das an die internen Abläufe und die langfristigen Unternehmensstrategien angepasst ist. Anschließend erfolgt die Schulung der Mitarbeiter auf Basis der gemeinsam erarbeiteten Grundlagen.

4| Was bedeutet das für Sie? Wann ist eine Beratung gut gelaufen?

Da mein Konzept auf den Informationen der Kunden aufbaut, ist ein Coaching oder ein Consulting immer dann besonders gut, wenn alle Wissen, in welche grobe Richtung es gehen soll. Dabei endet die Zusammenarbeit aber natürlich nicht einfach schlagartig am Ende eines Tages. Feedback und langfristiger persönlicher Kontakt zum Nachjustieren ist für beide Seiten unheimlich wichtig: Die Kunden kommen schneller und nachhaltiger zum gewünschten Ziel – also ihrerseits zu neuen Kunden – und auch ich kann meine Methoden verbessern. Den „Werdegang“ von der Zielsetzung über Vertragsabschluss bis hin zur Übergabe ins jeweilige Kundencenter mitverfolgen zu können, ist für mich jedes Mal ein absolutes Highlight.

5| Worauf können sich Kunden freuen, die mit ihnen Zusammenarbeiten?

Mir wird nachgesagt, die Direktheit einer typischen „Berliner-Schnauze“ zu haben – obwohl ich aus Hessen komme [lacht]. Um voranzukommen ist es wichtig, nicht unnötig um den heißen Brei herumzureden und ehrliche Analysen abzugeben – auch wenn es weh tut. Gleichzeitig sind sowohl Consulting als auch Training aber immer noch die Show des Kunden. Eine kundenorientierte Beratung ist keine One-Man-Show. Nach unzähligen Einsätzen gelingt mir dieser Balanceakt inzwischen gut.

6| War das schon immer so? Woran möchten Sie noch arbeiten?

Wie bei so vielen Dingen im Leben spielt auch hierbei die Erfahrung eine große Rolle. Generell bin ich ein eher ungeduldiger Mensch, der manchmal zu viel überschüssige Energie in Sachen steckt, die nicht auf Anhieb klappen. Doch gerade in den Trainings ist es wichtig, sich auch mal in den Hintergrund zu stellen und dem Kunden sein eigenes „Aha-Moment“ zu geben. Diese Geduld musste ich mir auch erst erarbeiten. Zudem habe ich eine große Schwäche für Haribo-Miami – an den komme ich einfach nicht vorbei [lacht].

Abends nach der Arbeit erstmal ...

… Kopf aus, Musik an! Als begeisterter Musiker und Plattensammler kann ich nicht ohne. Angefangen hatte das alles, als ich als 6-jähriger bei meinem Onkel auf dem Rücksitz im Auto saß, und wir mit voll aufgedrehtem Sound durch die Landschaft fuhren. Der wummernde Bass hat mich bis heute in meiner Musikauswahl geprägt. Inzwischen komponiere ich selber leidenschaftlich gerne Musik, spiele vor allem Klavier und habe mir zu Hause ein eigenes kleines Musikstudio eingerichtet. Zudem liebe ich es durch meine Plattensammlung zu stöbern und in musikalischer Erinnerung zu schwelgen, ein sehr schönes Gefühl [tief durchatmend].

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