Abgabeverlängerung

Die Fristen für das Vergabeverfahren sind in der Vergabeverordnung (VgV) als Untergrenze vorgegeben. In begründeten Fällen kann der Auftraggeber eine Abgabeverlängerung gewähren. Zu berücksichtigen sind die Komplexität eines Auftrags und die erforderliche Zeit für die Ausarbeitung tragfähiger Angebote.

Abgabeverlängerung Definition

Gemäß § 20 VgV besteht in bestimmten Situationen die Pflicht, definierte Abgabefristen angemessen zu verlängern. Dies trifft zu, falls für die Erstellung von Angeboten eine Ortsbesichtigung und Einsichtnahme in Unterlagen erforderlich ist. Eine Fristverlängerung ist auch geboten, falls der öffentliche Auftraggeber Änderungen an Vergabeunterlagen vornimmt oder zusätzliche Informationen nicht spätestens sechs Tage vor Ablauf der Angebotsfrist zur Verfügung stellt. Falls Vergabeunterlagen nicht elektronisch zugestellt werden können, ist die Abgabefrist um fünf Tage zu strecken (§41 VgV). Diese Erklärung zur Abgabeverlängerung muss in Ausnahmefällen angewandt werden.

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