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Wirtschaftsnachrichten

    26.07.2010, 07:45 Uhr m.lehmkuhl@ibau.de
    Elektroindustrie holt zwei Drittel des Exportrückgangs auf
    Frankfurt am Main - Die deutsche Elektroindustrie hat im Mai 2010 Produkte und Systeme im Wert von 11,1 Mrd. Euro exportiert. Dies entspricht einem Plus von 30 Prozent gegenüber Vorjahr. "Damit setzt sich die Belebung der Ausfuhrtätigkeit in der Branche ungebremst fort", resümiert ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann.

    "Zwischenzeitlich konnten zwei Drittel des krisenbedingten Exportrückgangs des vergangenen Jahres wettgemacht werden." In den ersten fünf Monaten dieses Jahres belief sich das kumulierte Exportvolumen auf 54 Mrd. Euro. Gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum ist das ein Anstieg um 19 Prozent.

    Die Elektroeinfuhren nach Deutschland haben im Mai ein Volumen von 10,6 Mrd. Euro und zwischen Januar und Mai einen Wert von insgesamt 49 Mrd. Euro erreicht. Im Vergleich zu den entsprechenden 2009-er Größen nahmen sie damit um 52 bzw. 26 Prozent zu.

    "Mehr als die Hälfte (56 Prozent bzw. 6,2 Mrd. Euro) der deutschen Elektroexporte im Mai wurde von den zehn größten Abnehmerländern absorbiert", sagte Dr. Gontermann. Die kräftigsten Zuwächse innerhalb der Gruppe der Top-ten kamen dabei aus Tschechien (plus 53 Prozent gegenüber Vorjahr), Frankreich (plus 47 Prozent) und Italien (plus 46 Prozent). Auch zwischen Januar und Mai 2010 gingen 56 Prozent - oder mehr als 30 Mrd. Euro - der Gesamtexporte der Elektroindustrie in die zehn größten Bestimmungsländer. Acht davon befinden sich innerhalb der Europäischen Union (EU), hinzu kommen die USA und China.

    So gut wie alle Fachbereiche der Elektroindustrie partizipieren an der derzeitigen dynamischen Exportentwicklung. Im Mai lagen die Zuwachsraten zwischen plus fünf und plus 51 Prozent.

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