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Wirtschaftsnachrichten

    26.07.2010, 07:42 Uhr m.lehmkuhl@ibau.de
    Energiekonzept muss Smart Grids anschieben
    Frankfurt am Main - Der ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie hat die Bundesregierung aufgefordert, mit ihrem geplanten Energiekonzept Investitionen in moderne, intelligente Stromnetze attraktiver zu machen. Die bestehende Netzregulierung und die derzeitigen langen Genehmigungsverfahren behinderten den Ausbau zu den auch von der Politik gewünschten Smart Grids.

    Dieser aber sei dringend nötig zur Integration der erneuerbaren Energien, für mehr Energieeffizienz und zur Einbeziehung der Elektromobilität, sagte der Vorsitzende der ZVEI-Geschäftsführung, Dr. Klaus Mittelbach. Das Energiekonzept der Bundesregierung müsse neben Energieerzeugung auch Verteilung und Verwendung von Strom im Auge haben. Energieeffizienz sei die größte Energiequelle. Vom Konzept müsse ein Schub zur Modernisierung des gesamten Energiesystems ausgehen, die Technik und Endverbraucher einbeziehe, betonte Dr. Mittelbach.

    Die deutsche Elektroindustrie habe wiederholt nachgewiesen, dass beim Stromverbrauch jährlich durch den Einsatz von bereits vorhandener Technik weit mehr als 40 Mrd. kWh eingespart werden könnten, in Gebäuden, in der Industrie, in Privathaushalten, in den Kommunen. Das entspricht mehr als 16 Kraftwerksblöcken zu je 400 MW. Die Politik müsse jetzt die Antwort geben, wie mit marktwirtschaftlichen Impulsen auf allen Ebenen die Effizienzreserven auch tatsächlich gehoben werden können, sagte Dr. Mittelbach. Beispiele seien die Ermöglichung von Energiecontracting im Mietwohnungssektor oder eine Pflicht für die öffentliche Hand, künftig bei energiebezogenen Investitionen immer die Lebenszykluskosten zugrundezulegen und nicht nur die Anschaffungskosten.

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