| 22.07.2010, 07:29 Uhr | m.lehmkuhl@ibau.de |
| Renaturierung der Großen Mittweida in Schwarzenberg mit DWA-Gewässerentwicklungspreis ausgezeichnet | |
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Schwarzenberg/Hennef – Zum zweiten Mal wurde am 21. Juli 2010 der Gewässerentwicklungspreis der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) vergeben. Preisträger ist das Projekt zur Renaturierung und zum Hochwasserschutz an der Großen Mittweida in Schwarzenberg (Sachsen). Angrenzende Wohngebiete der Stadt Schwarzenberg wurden früher von der Großen Mittweida aufgrund ungünstiger morphologischer Verhältnisse regelmäßig durch Hochwasserereignisse großflächig überflutet. DWA-Präsident Otto Schaaf lobte das Projekt als vorbildlich: „Hier wird eindrucksvoll gezeigt, wie sich eine Symbiose zwischen Hochwasserschutz, Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie und ‚Wohlfühlen am Fluss’ unter Beteiligung aller betroffenen Bereiche verwirklichen lässt.“ Ebenso der anwesende Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Frank Kupfer: „Der Freistaat Sachsen freut sich über die Auszeichnung der Großen Mittweida mit dem Gewässerentwicklungspreis der DWA und sieht sich in seinen Bemühungen bestätigt, im naturnahen Hochwasserschutz eine Vorreiterrolle einzunehmen und gleichzeitig die Gewässerdurchgängigkeit im Sinne der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie herzustellen.“ Der Gewässerentwicklungspreis der DWA wird vergeben für herausragende und vorbildlich durchgeführte Maßnahmen zur Erhaltung bzw. zur naturnahen Gestaltung und Entwicklung urbaner Gewässer. Hochwasserschutz an der Großen Mittweida als gelungene Symbiose von zeitgemäßem Gewässerausbau, Natur und Mensch Aufgrund der vorherrschenden morphologisch ungünstigen Verhältnisse an der Großen Mittweida in Schwarzenberg trat diese besonders beim Hochwasser 2002, aber auch bei kleineren Hochwässern, über die Ufer und verursachte eine großflächige Überflutung der bestehenden Schutzgüter. Ziel der Maßnahme war ein zeitgemäßer Hochwasserschutz, der neben Flusskorrekturen und wasserbaulichen Veränderungen auch die Schaffung von Naturnähe und Naturschutz durch ingenieurbiologische Maßnahmen vorsah. So wurden zusätzlich zum Hochwasserschutz eine Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit sowie eine Verbesserung der Gewässerstruktur erreicht. Ökologische und fischereifachliche Aufwertung erfuhr das Gewässer durch die Herstellung naturnaher Sohl- und Uferstrukturen. Letztlich wurde auch die Verbesserung des Wohnumfeldes und des Stadtbildes durch Zugangs- und Verweilmöglichkeiten entlang der Großen Mittweida angestrebt und erreicht. Die Planung des Projekts wurde Ende 2003 begonnen, die Realisierung erfolgte von September 2006 bis Dezember 2007. Entsprechend dem Anlass ist der Preis ein „Denkmal“ in Form eines Findlings, der mit einer entsprechenden Hinweistafel versehen an einer exponierten Stelle am Gewässer aufgestellt wird.
DWA |
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