| 12.03.2010, 07:26 Uhr | m.lehmkuhl@ibau.de |
| Die besten Häuser stehen in Berlin und Amsterdam | |
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HÄUSER AWARD 2010: Das Wohnen der Zukunft ist flexibel, individuell
und praktisch Hamburg - Die Zukunft hat bereits begonnen: Das Magazin HÄUSER suchte innovative Einfamilienhäuser, die sich den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts stellen, und hat jetzt drei herausragende Projekte mit dem HÄUSER AWARD 2010 prämiert. Die wichtigsten Kriterien für die Auszeichnung waren, dass die Häuser angesichts einer zunehmend fragmentierten und alternden Gesellschaft Räume mit hohem Gebrauchswert bieten, eine flexible Nutzung ermöglichen und mit ihrer Individualität überzeugen. "Die Architektur des 21. Jahrhunderts muss auf den rapiden Wandel der Lebensbedingungen und -entwürfe reagieren", erklärt Wolfgang Nagel, Chefredakteur von HÄUSER. "Unsere Erwartungen waren entsprechend groß, aber die Preisträger, die wir aus 200 eingereichten Entwürfen auswählten, hielten ihnen spielend stand." Der erste Platz des HÄUSER AWARDs 2010 geht an das Architektenpaar Jens Ludloff und Laura Fogarasi-Ludloff aus Berlin (ludloff+ludloff Architekten). Sie bauten auf dem ehemaligen Mauerstreifen an der Bernauer Straße ein urbanes Reihenhaus auf trapezförmigem Areal. Es bietet großzügigen Wohnraum und ein hohes Maß an gestalterischer Individualität. Die vollverglaste Südfassade sorgt innen für beste Lichtverhältnisse, atmosphärisches Wohnen und eine hohe Energieeffizienz. Nach Ansicht der Jury überzeugt das Haus neben der hohen städtebaulichen und innenräumlichen Qualität mit seinem zukunftsweisenden Raumkonzept. Den zweiten Preis erhielt der Entwurf von Paul de Ruiter (Architectenbureau Paul de Ruiter), der bei Amsterdam für ein holländisches Kunstsammlerpaar ein See-Haus schuf, das sich vollständig zur Natur öffnet und gleichzeitig vielen Kunstwerken Platz bietet. Küche, Essraum, Terrasse greifen hier ineinander; mitten im Wohnraum fühlt man sich zugleich im Garten, der sich bis ans Seeufer erstreckt. Die Jury urteilte, dass der Villa ein eleganter Spagat gelingt, indem sie zwischen der herrlichen Lage und den praktischen Interessen Kunst sammelnder Bauherren vermittelt. Auf den dritten Platz wählte die Jury den Entwurf für ein sechsgeschossiges Wohn- und Bürohaus, das Armand Grüntuch und Almut Ernst (Grüntuch Ernst Architekten) in Berlin-Mitte errichtet haben. Weite Räume und hohe Loggien vereinen den Luxus einer Villa mit dem Flair eines Großstadt-Lofts. Wie ein modernes Einfamilienhaus auf dem Land bietet dieses Stadthaus den Blick ins Grüne und sogar kleine Gärten im Hof und auf dem Dach. Das ländlich-idyllische und das metropolitane Lebensgefühl liegen hier so dicht beieinander wie nirgendwo sonst. Der HÄUSER AWARD 2010 wurde in Zusammenarbeit mit Schüco, dem Verband Privater Bauherren e.V. (VPB) und dem Callwey Verlag durchgeführt. Die Gewinner erhalten ein Preisgeld von insgesamt 15.000 Euro. Zusätzlich zahlt der VPB jedem Bauherrn der drei Gewinnerhäuser eine Prämie von 1000 Euro. Die Jury für den HÄUSER AWARD 2010 setzte sich zusammen aus der Berliner Architektin Regine Leibinger, Klaus Becker (Schüco International KG), Thomas Penningh (Vorsitzender des Vorstands des VPB), Michael Frielinghaus (Präsident des Bund Deutscher Architekten) und HÄUSER-Chefredakteur Wolfgang Nagel.
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