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Wirtschaftsnachrichten

    05.03.2010, 10:00 Uhr m.lehmkuhl@ibau.de
    Bauindustrie NRW wehrt sich gegen Pauschalverurteilung - Verband fordert umfassende Aufklärung
    Düsseldorf - „Die Bauindustrie NRW fordert im Interesse der Bauunternehmer und der gesamten Baubranche von allen Beteiligten am Kölner U-Bahn Bau die uneingeschränkte Aufklärung der Vorfälle“, betont Andreas Schmieg, Präsident des nordrhein-westfälischen Bauindustrieverbandes, Düsseldorf. Nur so könne dauerhafter Schaden von der Baubranche abgewendet werden.

    Nach dem derzeitigen Sachstand beteilige sich der Bauindustrieverband jedoch weder an unseriösen Spekulationen über mögliche Ursachen noch an Vorverurteilungen. Auch dürfe das mögliche Fehlverhalten einzelner Mitarbeiter nicht pauschal auf die rund 300.000 in NRW im Baugewerbe Beschäftigten übertragen werden. Damit gefährde man eine Vielzahl von Arbeitsplätzen in einem der wichtigsten Wirtschaftszweige Nordrhein-Westfalens. Der Bau ist nach der Metallindust-rie zweitgrößter Arbeitgeber im bevölkerungsreichsten Bundesland und verfügt über insgesamt fast 12.000 Betriebe mit jeweils mehr als 20 Beschäftigten.

    Mögliches Versagen darf nicht akzeptiert werden

    „Umso wichtiger ist es, verloren gegangenes Vertrauen in die Baubranche durch Transparenz wieder zu gewinnen“, fordert Andreas Schmieg. Das erfordere jetzt eine intensive, schnellstmögliche und lückenlose Ursachenforschung der Vorfälle beim Köl-ner U-Bahn Bau sowie die anschließende Problembeseitigung. „Das mögliche Versa-gen von Handelnden am Bau darf auf keinen Fall akzeptiert werden“, fasst Schmieg zusammen. Dies gelte für die Bauausführung sowie für die Bauaufsicht. Eine Bewertung der Vorfälle und daraus entstehende notwendige Konsequenzen zur zukünftigen Fehlervermeidung könne aber erst dann vorgenommen werden, wenn gesicherte Fakten und endgültige Ergebnisse vorliegen. Heute notwendiger denn je sei die Fortset-zung unserer Qualitätsdiskussion mit allen Partnern am Bau, auch den Bauherren.

    Zum Hintergrund: Die Baubranche gehört zu den vier großen Wirtschaftszweigen, die insgesamt mehr als 50 Prozent der Bruttowertschöpfung erwirtschaften. Auch wegen der intensiven Verflechtung mit einer Vielzahl vor- und nachgelagerter Wirtschaftszweige ist die Bauindustrie volkswirtschaftlich und politisch von hoher Bedeutung. Bauen begleitet die Menschheit seit Jahrtausenden. Die gesamte Infrastruktur unseres Landes, wie beispielsweise Straßen, Wohn- und Bürogebäude, Schulen, Kindergärten, Brücken, Flughäfen und Kraftwerke wäre ohne hochqualifizierte Bauspezialisten und deren Know-how überhaupt nicht möglich.

    Bauindustrieverband NRW e.V.
    Uhlandstraße 56
    40237 Düsseldorf
    Telefon: (0211) 67 03 - 0
    Telefax: (0211) 67 03 - 111
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    Internet: http://www.bauindustrie-nrw.de


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